Mein erstes Mal

Meine erste Grossratssitzung

An gewisse Dinge im Leben wird man sich bestimmt immer erinnern. Es sind häufig Momente, die man zum ersten Mal im Leben macht: der erste Schultag, der erste Arbeitstag oder der erste Uni-Tag. Der 10. Januar 2017 wird für mich als ein solcher Tag in Erinnerung bleiben. Denn am Dienstag wurde ich zum ersten Mal als Grossrat des Kantons Aargau vereidigt.

Nun aber von vorne: Als Erstes wurden wir nämlich in die Kirche zu einer ökumenischen Besinnung eingeladen. Als ich diese Einladung erhalten hatte, fragte ich mich zynisch, ob die gewählten Grossräte Beichte ablegen müssen, weil sie unmögliche Wahlversprechen abgegeben hatten. Danach kam auch etwas Skepsis auf. Staat und Kirche sind doch getrennt? Weiter fragte ich mich: Wenn man schon eine ökumenische Besinnung macht, warum lädt man nicht jemand von einer anderen Glaubensgemeinschaft als nur reformierte, christkatholische und katholische Pfarrer ein? Zum Beispiel einen jüdischen Rabbi und einen muslimischen Imam. Das wäre doch mal ein starkes Zeichen für ein gemeinsames friedliches Zusammenleben gewesen.

Trotzdem bin ich zur Kirche gegangen, so hatte ich die Möglichkeit, einen Teil meiner neuen Ratskollegen bereits kennenzulernen. Die Besinnung war erfrischend geführt und es wurde immerhin für Anders- sowie Nichtgläubige gebetet. Die drei Pfarrer haben ihre Sache gut gemacht. Sie haben auf offene Türen im Leben hingewiesen, erklärt, dass man die wichtigen Türen im Leben selber öffnen muss, und uns symbolisch einen Schlüssel überreicht, welcher uns helfen soll, gewisse Türen zu öffnen. Auch wurde darauf hingewiesen, dass wir unsere eigenen Türen nicht verschliessen sollen. Das empfinde ich als ein schönes Sinnbild für eine offene, freiheitsliebende und eigenverantwortliche Gesellschaft.

Danach ging es durch das Schneegestöber weiter zum Grossratsgebäude. Herbert Scholl, der Amtsälteste, hielt eine Eröffnungsrede. Wir Ratsmitglieder wurden von ihm an unsere Aufgaben und Pflichten erinnert und durften dann das Gelöbnis gemeinsam mit den Worten «Ich gelobe es» abgeben. Wir gelobten, «als Mitglied des Grossen Rates meine Verantwortung gegenüber Mensch, Gemeinschaft und Umwelt wahrzunehmen, die Wohlfahrt des Kantons Aargau und der Schweizerischen Eidgenossenschaft zu fördern und der Verfassung und den Gesetzen gemäss nach bestem Wissen und Gewissen zu handeln».

Weiter wurden die Kommissionsgrösse festgelegt und die Kommissionsmitglieder gewählt. Ich wurde dabei in die BKS-Kommission (Bildung, Kultur und Sport) gewählt. Ferner haben wir noch das Grossratspräsidium gewählt und wie üblich gab es dann einen Apéro. Die Stimmung war gut, ich konnte viele gute Gespräche führen und meine Ratskollegen besser kennenlernen. Insgesamt betrachte ich dieses «erste Mal» als gelungen und werde es in guter Erinnerung behalten. Ich freue mich auf die kommende Zeit und werde mein Bestes für einen zukunftsorientierten und nachhaltigen Kanton Aargau geben! Ich bin nach wie vor zuversichtlich, etwas im Kanton bewegen zu können, und hoffe, dass ich in vier Jahren wieder in die Kirche darf – natürlich ohne Beichte ablegen zu müssen.

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Meine Abstimmungsempfehlung für den 27. November 2017

Nationale Abstimmung:

Ja – zur Volksinitiative vom 16. November 2012 „Für den geordneten Ausstieg aus der Atomenergie (Atomausstiegsinitiative)“

Unsere AKW’s sind die ältesten der Welt. Wir haben nun die Wahl zwischen einer Investition in eine veraltete Technologie oder einer Investition in die Zukunft und erneuerbare Energie.

Wir können den Franken nicht doppelt ausgeben und deshalb lohnt es sich heute die Laufzeit zu beschränken und damit einen grossen Schritt in eine Zukunft mit erneuerbarer Energie zu machen. Auch wenn das bedeutet, dass wir anfänglich etwas mehr Strom aus dem Ausland importieren, als wir dies heute schon tun.

Hier die Argumente der Gegner locker und flockig auseinander genommen:
1. Dreckig: Wir importieren sauberen zertifizierten Strom. In Süddeutschland gibt es keine Kohlenkraftwerke, also auch physikalisch gesehen erhalten wir sauberen Strom.
2. Chaotisch: Das Licht wird uns nicht ausgehen! Wir leben nicht in einer Planwirtschaft! Im Moment laufen massiv weniger AKWs als bald abgeschaltet werden sollen. Weiter hat es auf der KEV Warteliste Strom für mehr als 3 AKWs! Wir müssten also nur mal endlich diese Projekte umsetzen.
3. Teuer: Ist es denn günstiger, die AKWs weiterhin massiv zu subventionieren? 100te von Millionen in eine veraltete und gefährliche Technik zustecken, welche niemand weiss, wie man den Müll entsorgen will? Anstatt dass man dieses Geld nimmt und in erneuerbare Energie und Energieeffizienz investiert. Würden AKW Betreiber eine Versicherung und die Entsorgung bezahlen, könnte sich niemand AKW-Strom leisten. Deshalb stört es auch niemand, dass keine neuen AKW’s mehr gebaut werden dürfen.
4. Überflüssig: Stimmt nicht, den Artikel im Gesetz, wo sagt, der Ausstieg sei beschlossen, musst du mir zeigen! Im Gegenteil es wurde eine Art unendliche Laufzeit beschlossen.

Kantonale Abstimmungen und Wahlen:

Maya Bally in den Regierungsrat

siehe auch http://www.dominikpeter.ch/?p=1551

Kantonale Sparmassnahmen:

NEIN – zur Sparmassnahme Abschaffung Berufswahljahr

Es ist der falsch, bei der Bildung zu sparen. Das Berufswahljahr ist eine Sonderform im letzten Schuljahr (9. Klasse) der Oberstufe. Es wurde vor 40 Jahren eingeführt, um Schüler zur Berufswahlreife zu führen. Die genannte Massnahme war bereits Bestandteil der Leistungsanalyse im 2015, welche vom Volk bereits verworfen wurde. Auch wenn nur wenige dieses Angebot nutzen, ist es ein effizientes und gutes Angebot diesen Jugendlichen zu helfen.

JA  – zur Sparmassnahme Begrenzung des Pendlerabzugs auf Fr. 7’000.- (Steuergesetz)

Wer mehr als Fr. 7’000.- für seinen Arbeitsweg ausgibt, wohnt am falschen Ort. Weite Arbeitswege verursachen viel Stau, CO2 und Kosten für die Allgemeinheit. Dies soll nicht noch steuerlich begünstigt werden. Meiner Meinung nach könnte man diesen Pendlerabzug auch noch weiter runter setzen. Immerhin spart der Aargau durch diese Massnahmen 10 Mio. Franken.

Nein – zur Sparmassnahme Erhöhung Vermögensverzehr EL bei IV

Mit dieser Massnahme soll der Vermögenverzehr bei IV-Rentnerinnen und IV-Rentnern im Heim von einem Fünfzehntel auf einen Fünftel angehoben werden. Das Bundesgesetz ermächtigt die Kantone, bei Personen mit Anspruch auf eine Invalidenrente höchstens einen Fünftel des Reinvermögens als Einnahmen anzurechnen, soweit dieses bei alleinstehenden Personen Fr. 37’500.- und bei Ehepaaren Fr. 60’000.- übersteigt. Bei der Mehrheit der Kantone beträgt der Vermögensverzehr einen Fünfzehntel. Zehn Kantone haben einen höheren Vermögenverzehr festgelegt, davon sechs bei einem Fünftel. Die Anpassung betrifft rund 3 % der 16’000 IV-Rentnerinnen und IV-Rentner im Kanton Aargau.

Ich finde es richtig, wer Vermögen hat, muss einen Beitrag für seinen Heimaufenthalt mittragen, auch wenn er für diesen nicht verantwortlich ist. Der Aargau geht nun ans Maximum. Dies weil in den letzten Jahren Steuergeschenke gemacht wurden. Von diesen Geschenken haben sicher nicht IV-Rentner profitiert. Würde man diese nun bestrafen, spart man hier am falschen Ort.

NEIN – zur Sparmassnahme Gewässerrevitalisierung (Wassernutzungsgesetz)

Durch diese Massnahme sparen wir kein Geld ein. Wir nehmen uns aber die Möglichkeit Gewässer ernsthaft und fristgerecht zu revitalisieren.

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Maya Bally in den Regierungsrat

maya-bally-inseratKurz vorne weg: Es ist eine Schande für uns alle, dass wir im Jahr 2016 nur eine Frau in den Regierungsrat wählen werden – und das sage ich als 30 jähriger Mann. Nach 700 Jahren Demokratie gibt es immerhin seit 1971 das Frauenstimmrecht im Aargau – darf Man(n) da wirklich von 700 Jahre „Demokratie“ sprechen? Ich glaube, unser Land hat sich weiterentwickelt und wird sich auch in Zukunft weiterentwickeln. Wenn heute nur eine Frau gewählt werden soll, dann soll es immerhin eine Fähige sein.
Maya Bally bringt als einzige der Kandidatinnen die nötige Kompetenz für dieses herausfordernde Amt mit. Sie hat am meisten Führungserfahrung und in den letzten Jahren die notwendige politische Erfahrung gesammelt, um den verschiedenen Anspruchsgruppen gerecht zu werden. Dank der Kandidatur von Maya Bally haben wir eine breitabgestützte und kompetente Kandidatin, welche unseren Kanton tatkräftig weiterbringen wird. Als Regierungsrätin ist Fach- und Führungskompetenz deutlich wichtiger als das Parteibüchlein. Deshalb wähle ich Maya Bally, auch in der Hoffnung, dass Sie sich als starke Frau für einen Vaterschaftsurlaub einsetzt, um Anreize zu schaffen, dass wir in Zukunft mehr Frauen in der Regierung haben werden – ohne Quoten und Zwang von links oder rechts aussen.

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Wahlfeier und einige Gedanken kurz vor dem Wahltag

Liebe Freunde

Ich danke euch herzlich für all die positiven Gedanken, den Mut den ihr mir gemacht habt, die vielen Stimmen, welche mir versprochen wurden, die Leserbriefe, die geschrieben wurden, und die vielen schönen Worte, die mir zugetragen wurden. Ich muss sagen, ich bin etwas nervös und meeega gespannt für den kommenden Sonntag. Nicht wegen des Geldes, das wir ausgegeben haben, sondern weil sich hier viele junge Menschen zusammen getan haben, etwas bewegen wollen und die Chance dazu haben.

Wahlen allein machen aber noch keine Demokratie

Alle, welche noch nicht gewählt haben, tut dies bitte noch… Meistens sind es nur wenige Stimmen, welche über „sein oder nicht sein“ entscheiden. Vielleicht ist es genau deine Stimme, welche den Unterschied macht!?! Nütz die Chance und wirf dein Wahlcouvert noch in den nächsten Gemeinde Briefkasten (direkt!).

Aufräumen gehört dazu

Unsere Plakate nehmen wir teilweise schon am Samstag runter. Damit strecken wir keines Wegs die „Waffen“. Wir möchten damit vor dem Wahltermin zeigen, dass es uns wichtig ist, die Strassen wieder frei zu kriegen und uns Umweltschutz wichtig ist. Am Sonntag Morgen sowie die kommende Woche werden wir ebenfalls mit mehreren Teams die Kandelaberplakate entsorgen.

Wir wollen feiern!

Damit wir was zu feiern haben, musst du uns natürlich zu erst wählen. Danach werden wir am kommenden Sonntag, 23.Oktober 2016 hoffentlich etwas zu feiern haben. Ihr seid herzlich zur Wahlfeier eingeladen ab 15:30 Uhr mit Apéro im Boiler Club, Rathausgasse 18, 5000 Aarau.

Ich danke allen, die die Liste 6 und mich gewählt haben oder dies noch tun werden, von ganzem Herzen.

Ich freue mich auf Sonntag und hoffe, dass wir effektiv etwas zu feiern haben!

Dominik

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Mein Wahlkampf Flyer kurz erklärt

flyerfront1Ich habe Berge als Teil meiner Kampagne gewählt, weil ich die Ruhe und Massivität der Berge liebe. Berge stehen für mich für Kontinuität, Kraft und Erfahrung. In den Bergen erhole ich mich und gewinne die Kraft für den Alltag. Ich bin ein begeisterter Wintersportler und gehe deshalb verantwortungsvoll mit der Natur um.

Der Slogan „Zukunft als Chance“ ergibt sich daraus, dass ich der Meinung bin, dass wir im Moment in einer enorm spannenden und wichtigen Zeit leben. Wir können heute die Weichen stellen für eine positive Zukunft voller Chancen für unser Land und die kommenden Generationen! Nützen wir diese Chance. 

Was Sie von mir erwarten dürfen:

  • Vollen Einsatz, auch für Ihre lokalen und regionalen Interessen
  • Gewissenhafte und professionelle politische Arbeit
  • Beste Vernetzung über Ideologien und Parteifarben hinaus
  • Aktiven Einsatz für die Umwelt und die Wirtschaft
  • Konsequente Orientierung an der Zukunft
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Meine Abstimmungs- und Wahlparolen für den 5. Juni 2016

Nein zur Volksinitiative „Pro Service public“ – 1

Ich unterstütze den Service Public für die ganze CH, dies bedingt aber unternehmerische Freiheit um im Markt konkurrenzfähig zu bleiben und um weiterhin attraktiver Arbeitgeber sein zu können.

Nein zur Volksinitiative „Für ein bedingungsloses Grundeinkommen“ – 2

Ich setze auf Eigenverantwortung und den Grundsatz, dass jeder der kann, für seinen eigenen Unterhalt aufkommen soll. Das BGE ist zwar ein interessanter Ansatz für die kommenden strukturellen Veränderungen in der Arbeitswelt, aber kurz- und mittelfristig nicht realisierbar. Vielleicht in 30 Jahren dann…

Nein zur Volksinitiative „Für eine faire Verkehrsfinanzierung“ – 3

Ich unterstütze den gut ausgebauten öffentlichen Verkehr. Die Milchkuhinitiative zerstört das ausgewogene System zwischen den Verkehrsträgern, schliesslich ist es auch im Sinne der Autofahrer, dass alle Verkehrsteilnehmer rechtzeitig ans Ziel kommen.

Ja zur Änderung vom 12. Dezember 2014 des Bundesgesetzes über die medizinisch unterstützte Fortpflanzung (Fortpflanzungsmedizingesetz, FMedG) – 4

Ich bin für eine liberale Gesellschaft, auch in der Medizin. Familien mit Erbkrankheiten soll keine Schwangerschaft auf Probe zugemutet werden.

Ja zur Änderung vom 25. September 2015 des Asylgesetzes (AsylG) – 5

Ich stehe für die humanitäre Tradition der Schweiz und will faire, schnelle Verfahren für die Asylsuchenden, sowie klare Zuständigkeiten zwischen Bund und Kantonen. Und ich habe kein Verständnis für das Nein der SVP – das ist zwängeli und problembewirtschaftungs Politik!!!

Ja zur Aargauische Volksinitiative «“Kinder und Eltern“ für familienergänzende Betreuungsstrukturen» (Hauptabstimmung) – 6a

Ich will kantonale Rahmenbedingungen, die es beiden Elternteilen erlauben, erfolgreich in der Wirtschaft zu sein und die Verantwortung für ihreKinder übernehmen zu können. Die Betreuungsstrukturen belasten die Gemeinden nur gering. Zum Wohle der Kinder begrüsse ich einheitliche Qualitätsstandards und die Oberaufsicht durch den Kanton.

Ja zum Gesetz über die familienergänzende Kinderbetreuung (Kinderbetreuungsgesetz; KiBeG) (Gegenvorschlag) – 6b

Ich unterstützt auch diese leichte Verbesserung der heutigen Situation. (2xJA bedeutet, dass der Initiative der Vorzug gegeben wird).

Nein zum Einführungsgesetz zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch und Partnerschaftsgesetz (EG ZGB) (Wegfall des Steueranteils bei den Grundbuchabgaben); Änderung vom 1. März 2016 – 7

Ich erachte die Abschaffung des Steueranteils in den Grundbuchabgaben von 33 Mio. Franken/Jahr als finanzpolitisch verantwortungslos. Entlastet würden nicht diejenigen, die es brauchen – bezahlen müssten es alle, mit Leistungsabbau und Steuererhöhungen, bei den Kinder, Bildung und im Verkehr, das geht nicht!

Ersatzwahl vom 5. Juni 2016 in die Einwohnerfinanzkommission in Bremgarten

Stephan Schertenleib – er ist der Fähigste unter den Kandidaten.

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Meine Nationalratskandidatur 2015

Liebe Freunde

Indem ich auf kantonaler Ebene politisch eine Pause eingelegt habe, konnte ich neue Kraft und Motivation tanken für die nächsten Projekte. Unter anderem haben wir vor Kurzem in Bremgarten die Grünliberalen gegründet, wir organisieren am 25. September um 19.30 Uhr im Casino in Bremgarten eine Podiumsdiskussion mit allen Ständeratskandidierenden und ich kandidiere für den Nationalrat (bescheiden) auf der Jungen Liste der glp (weil ich mich auf die Anwaltsprüfung vorbereiten möchte und dort meine Energie investieren will). Nichtsdestotrotz kommen meine Stimmen der glp auch zu Gute und gleichzeitig sind solche Wahlen ein Vorbote für die kommenden Grossratswahlen, bei denen ich etwas aktiver von der Partie sein möchte. Ich würde mich sehr über einen kleinen persönlichen Achtungserfolg freuen. Also vergesst mich nicht, auf eure Liste zu setzen. 

Unter folgendem Link findet ihr unser Wahlkampf-Flyer – ein Kochbuch. Einerseits möchten wir mit dem Kochbuch auf die Eigenverantwortung der Konsumenten anspielen, andererseits ist es Wahlwerbung die hoffentlich nicht gleich im Abfall verschwindet.

Herzlichen Dank für eure Unterstützung.

Beste Grüsse

Dominik

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Neues Präsidium für die Grünliberalen Aargau

Die Grünliberalen Aargau wählten anlässlich der Mitgliederversammlung vom 26. September 2014 ein neues Präsidium. Andreas Mahler und Dominik Peter gaben bereits vor einiger Zeit den kommenden Rücktritt bekannt. Neuer Präsident ist Beat Hiller, Ruth Jo Scheier bleibt 1. Vizepräsidentin und erhält Unterstützung vom neuen 2. Vizepräsidenten Peter Jann.

Präsident Andreas Mahler und Vizepräsident Dominik Peter gaben bereits im Frühling bekannt, dass sie ihre Ämter aus persönlichen Gründen spätestens im Herbst 2014 niederlegen werden. Andreas Mahler wird sich voll und ganz seinem Exekutivamt in der Gemeinde Fislisbach und Dominik Peters einer Ausbildung zum Anwalt widmen. Um eine geeignete Nachfolge zu gewährleisten, wurde eine Findungskommission eingesetzt. Die Findungskommission war in ihrer Arbeit erfolgreich und konnte der Mitgliederversammlung äusserst gute Wahlvorschläge unterbreiten. So wurden auch alle vorgeschlagenen Kandidaten von den Mitgliedern einstimmig bestätigt. Ab sofort übernimmt Beat Hiller das Amt des Parteipräsidenten. Er präsidiert seit geraumer Zeit die glp Bezirkspartei Lenzburg und übte bisher das Amt des Kassiers der Kantonalpartei aus. Beat Hiller ist deshalb bestens mit allen Abläufen vertraut und für unsere Partei ein Wunschkandidat. Umso erfreulicher ist, dass er sich als Kandidat zur Verfügung stellte und nun das Amt definitiv ab sofort übernimmt. Das Vizepräsidium stellt sich neu aus Ruth Jo Scheier und Peter Jann zusammen. Ruth Jo Scheier führt demnach ihre bisherige Funktion weiter, wird aber neu an Stelle von Dominik Peter durch Peter Jann unterstützt. Peter Jann ist nicht nur erfahrener Einwohnerrat in Aarau, sondern ebenso Direktor des Naturamas. Wir freuen uns daher auch auf hervorragenden inhaltlichen Input in der Geschäftsleitung. Weiter wird nebst der Fraktionspräsidentin Barbara Portmann neu Mateusz Taras der Geschäftsleitung beisitzen. Er war massgeblich am Aufbau der Bezirkspartei in Laufenburg beteiligt, in der er weiterhin das Amt des Kassiers ausüben wird. Das Amt des Kassiers wird auf 2015 neu besetzt. Beat Hiller wird die Rechnung 2014 noch abschliessen.

Quelle: ag.grunliberale.ch

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1. August 2013 – Festansprache in Künten

Liebi Mitbürgerinnen und Mitbürger,
liebi Künterinne und Künter

Es isch für mich e grossi Ehr hüt vor Ihne die 1. August Ansprach halte z’döffe und Ihne mini Gedanke zum 1. August und zu eusem Land chönne mitzteile.

Es isch für mich s’erste Mal, dass ich so öbis döf und freu mich drum bsonders, dass ich ahgfragt worde bin. Da nöd jede Tag 1. August isch und dass mir die Red au glingt, hani politische Grössene und interessante Schwizer Schriftsteller, wie zum Bispiel em Adolf Ogi, em Christoph Blocher oder em Pedro Lenz, über dSchultere gluegt. Ich will das eifach vorus schicke, nöd das es denn heisst, ich hägi plagiert – guet Gmeind Chünte verleiht mir ja ken ETH Titel, aber trotzdem söttet Politiker generell biz ehrlicher werde und wenn mer sich a öbis guetem orientiert, denn chamer das ja au erwähne.

Aber zrug zum Wesentliche:

Hüt het dSchwiz nämli zum 722sten Mal Geburtstag.

Die meiste Länder hend noni soviel Geburtstäg gah.
Die meiste Länder sind no neuer als dSchwiz.
Die meiste Länder sind jünger als dSchwiz.
Die meiste Länder sind grösser als dSchwiz.
Die meiste Länder sind weniger rich als dSchwiz.
Die meiste Länder sind anderst als dSchwiz.
Die meiste Länder sind eus fremder als dSchwiz.

Um nöd z’vergesse, dass mir Schwizer sind, dass nur Schwizer Schwizer sind und dSchwiz dSchwiiz isch, fiiret mir de 1. August, euse Nationalfiiertig.

D’Schwiz, wo hüt Geburtstag hed, isch wenn mers gnau ahluegt eigentlich nüt anders als en Idee. dSchwiiz isch dIdee vo Lüüt, vo de alte Eidgenosse, wo sich zäme da händ und gseit hend „miteinand gaht’s besser als gegenenand“. D’Schwiiz isch en idee; D’Schwiiz hed kein andere Existenzgrund; dSchwiz hed ke geografischi Logik; dSchwiz hed kei ethnografischi Logik; dSchwiz isch usere Idee entstande: Us de eifache Idee, mer will zunenand luege und enand helfe.

Us dere Idee isch eusi Heimat entstande.

Für mich isch de 1. August drum de Geburtstag vo minere Heimat. Heimat isch für mich döt, wo ich mini Familie und mini Fründe ha. Wo ich verstande werde (oder mängisch au nöd J). Wo ich mich wohl fühle. Wo ich mich sicher fühle. Wo ich mitbestimmen döf.

Mini Heimat isch d’Schwiz, de Kanton Aargau und sicher au Künten, wo ich ufgwachse bin, und drum wünsch ich Ihne nur s’Beste zum 1. August 2013.

Hüt isch en Tag vo de Dankbarkeit. 

Mir blicket zrugg uf meh als anderthalb Jahrhundert vomene Leben in Frieden und Freiheit; mir gönd sogar soweit, dass drüber abgestimmt wird, ob die Dienstpflicht abgeschafft werde söll. Ich finde eher, mer sött sMilitär au für d’Fraue obligatorisch mache. Das ist aber en anderi Idee.

Trotzdem Freii meinigsüsserig, frei denke, frei rede, frei handle, frei drüber urteile was eine seit oder ebe grad nöd seit, das isch Tradition, das isch Schwiizer Tradition, das isch eusi Kultur, das isch Schwizerisch.

Drum isch hüt au en Tag vom Stolz. 

Mir blicket mit Stolz zrugg uf meh als anderthalb Jahrhundert demokratischi Tradition.

Trotz dere demokratischer Tradition, trotz Bundesverfassung, trotz Zusammenhalt, trotz Freiheit gits leider immer no Lüüt, wo ihri Gier und ihre Egoismus, die saubere Hömli, die subere Autos und die subere Vorgärtli mit Schweizer sii verwechslet.

D’Idee „mitenand gahts besser als gegenand“ isch Schwizerisch. Viellicht sogar patriotisch, aber patriotisch imene positive Sinn.

Patriotisch sii, heisst das Land, d’Landschaft und dLüüt vo dem Land gern zha. sLand gern ha mit de Idee’e wo idem Land entstönd. Wenn mer es Land gern hed, treit mer im Land au Sorg. Das heisst, mer chan und döf s’Sorg geh im Land nöd eifach ad Polizei, d’Lehrer, an Bundesrat oder irgendwelche Milliardäre am Züri Berg delegiere. Nei, jede vo eus muess dEigeverantwortig und dVerwantwortig für’s Land selber wahrneh.

So isch zum Bispiel us de Idee Energiestadt Künte, en guete Schwizer Kompromiss worde: Nämli d’Energie – Kommission Künte, wo schlagchräftig scho einzelni Projekt zäme mit em Gmeindrat hed chönne umsetze und minere meinig nah en Kompromiss isch, wo für alli passt und sOptimum useholt. Und da druf döfet mir als Dorf au stolz sii.

Hüt isch aber au en Tag vo de Zueversicht.

Mir blicket uf wichtigi politische Entscheidige ide Schwiz segs im Finanzsektor, Steuerabkommen, Flughafenproblematiken, Autobahnvignette, Gesundheitspolitik, die Frage, ob Homosexuelle heirate döfet, wo und wie wämmer eusi Energie produziere und verbrauche, döfet Chind ide Schuel es Chopftuech träge, söll mer dChind mit em Auto id Schuel fahre oder wärs viellicht nöd gschider, wenn dChind die 500 – 1000 m selbständig id Schuel laufet? Aber au d’Frag vo de Zuwanderung isch sicher nöd ds’unterschätze.

Die Schwiz ist gerüstet für die Herausforderige. Die Schweizerinnen und Schweizer sind bereit neui Idee’e z’entwickle und trotzdem alti wichtigi Traditione und Tugende nöd zvergesse. Eusi vier Kulturen, eusi vier Sprachregionen, eusi 26 Kantön, eusi 2500 Gmeinde bewieset immer wieder de Wille, enande zuezlose, ufeinander zuezgah, s’Gemeinsame über s’Trennende d’stelle.  Das macht euses Land au us. Das macht eusi Willensnation us. das isch dSchwizer Idee und füehrt zu de guete Schwiizer Kompromiss.

Das macht aber auch den typischen Künter us, wo im Schulvertrag zum Beispiel zuegstimmt hed, im Gegensatz zum Stetter (wos viellicht glich no macht). Das isch aber au weder en anderi Idee.

De Schwiz gaht’s richtig, richtig guet und mir hend es Glück i somene Land chönne dslebe, wo jede wo will, cha schaffe, wo jede es Dach überem Chopf hed, wos gnueg Esse gid, wo jede id Schuel döf und wo Fraue und Manne glichviel Wert sind. Gerade drum möcht ich de Dankbarkeit, im Stolz und de Zuversicht öbis Vierts biifüege: Hüt isch au en Tag vom Träume!

Ich träume vonere Schwiz, wo jede Bürger sini Wünsch und Idee chan verwürkliche. Ich träume vonere Schwiz, wo sich ide Welt und in Europa meh ihbringt und ihri Positione stärker verträte tuet. Ich träume vonere Schwiz, wo es Vorbild für anderi Länder isch und villicht sogar, so de eint oder ander Chrieg no wird verhindere. Ich träume aber au vonere Schwiz, wo sich usschliesslich mit erneuerbaren Energien selber versorgen kann. Ich träume vonere Schweiz, wo a de Idee festhaltet „miteinand gaht’s besser als gegenenand“.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!

Ich lade Sie ih, mit mir z’träume und die Träum wahrwerde ds’lah! Und nemet Sie d’Idee vo eusne alte Eidgenosse „mitenand gahts besser als gegenand“ fürs kommende Jahr mithei.

Ich ha dsdanke, denn danke isch au Schwizerisch, danke für dUfmerksamkeit Und danke fürs zuelose. Ich wünsche Ihne vo ganzem Herze no es schöns Fescht!

Merci viel Mal!

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Künten wird kurzfristig wohl nicht Energiestadt und nimmt trotzdem eine regionale Vorbildsfunktion ein

Vor etwas mehr als einem Jahr hat Dominik Peter im Namen der Grünliberalen an der Gemeindeversammlung gefordert „Künten soll Energiestadt“ werden. Der Gemeinderat war nicht glücklich über eine solche Forderung und fühlte sich dadurch in Bedrängnis. Nach der Rede von Dominik Peter, in welcher er den Gemeinderat ziemlich in Frage stellte, folgte eine zehnminütige Präsentation, in welcher der Gemeinderat aufzeigte was er für die Umwelt in Künten schon alles getan hat bzw. noch tun möchte. Über den Antrag von Dominik Peter wurde abgestimmt und es geschah das, was niemand erwartet hätte – Unentschieden – der parteilose Gemeindeammann, Werner Fischer, welcher sich notabene enthalten hatte, musste in der Folge einen Stichentscheid fällen. Er fiel keinen Stichentscheid, sondern machte einen Gegenvorschlag:

Gründen wir eine Energiekommission und arbeiten an konkreten Projekten. Dies wurde vom Antragssteller, Dominik Peter, dankend akzeptiert und seither arbeitet man aktiv mit der Gemeinde zusammen:

Auf das neue Gemeindehaus wird eine Solaranlage gebaut, in die Finanzplanung 2014 wurde Geld zurückgelegt um den Weg unterhalb des Schulhauses in Richtung Chuehweid/Sulz endlich zu beleuchten und zwar mit einer LED-Beleuchtung. Gleichzeitig prüft die Energiekommission, ob es Sinn macht sämtliche Strassenlampen durch LED-Leuchten zu ersetzen, d.h. konkret wie viel Energie und Steuergeld für den elektrischen Strom und die Wartung durch eine solche Massnahme gespart werden kann und wie viel diese Investition kosten wird. Des Weiteren wird sich die Energiekommission am Dorffest 2013, bei dem das neue Gemeindezentrum eingeweiht wird, präsentieren. Zur Zeit ist man für dieses Dorffest im Gespräch mit dem Kanton, dem regionalen Gewerbeverein und weiteren Partnern, welche die Energiekommission unterstützen können, um der Bevölkerung auf zu zeigen, wie einfach es ist Energie effizienter zu nutzen ohne wirtschaftliche oder qualitative Einbussen zu machen. Der Kanton hat bei der Anfrage der Gemeinde Künten ein grosses Lob ausgesprochen, dass es eine Energiekommission gibt, welche sich so aktiv am Dorfleben engagiert, sei vorbildlich. Auch das es Fussballtore auf der Schulspielwiese gibt, war eine Idee aus den Reihen der Energiekommission.

In Künten, in welcher nur zwei Parteien aktiv sind, d.h. die SVP und die Grünliberalen, wird man als Grünliberaler nicht mehr als exotisches grünes Pflänzchen belächelt, sondern als kompetenter und realistischer Partner, welcher wirtschaftliche Ziele umweltbewusst und nachhaltig unter einen Hut bringt, wahrgenommen. Es hat aber den mutigen Vorschlag gebraucht, um den SVP-dominierten Gemeinderat wachzurütteln und es wäre ohne den guten Gegenvorschlag seitens des Gemeindeammanns nicht so schnell soweit gekommen. Wir werden sehen, wie die Geschichte „Energiestadt Künten“ weitergeht und hoffen, dass bei den Grossratswahlen 2012 mehr als 10% der Künter grünliberal wählen.

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