Die Grünliberalen Rohrdorferberg zum Windrad Heitersberg

Letzten Freitag, 8. April 2011, haben die Grünliberalen die zweite Informationsveranstaltung in Niederrohrdorf zum Windkraftwerk auf dem Heitersberg durchgeführt. Nachdem schon die Initianten des Projektes angehört wurden, hat dieses Mal der Präsident der IG Windland, Herr Christoph Merkli, erklärt, warum es aus seiner Sicht keine Windräder auf dem Heitersberg braucht. Somit konnten die Grünliberalen Ihren Meinungsbildungsprozess abschliessen und kommen zum Schluss, dass das Windkraftwerk auf dem Heitersberg ein Projekt ist, welches weiter zu verfolgen ist.

Hauptstreitpunkt ist die zentrale Grundlage für ein Windkraftwerk und zwar die Frage ob der Wind auf dem Heitersberg genügend stark und ausdauernd ist, damit der Betrieb eines solchen Kraftwerks wirtschaftlich Sinn macht. Die Grünliberalen haben keine Windmessungen auf dem Heitersberg durchgeführt. Jedoch haben die Initianten sowie die Gegner des Projektes solche durgeführt. Beide kommen zu sehr unterschiedlichen Resultaten.

Da das Windrad privat finanziert wird und voraussichtlich keine KEV-Einspeisevergütung in Anspruch genommen wird, wird wohl jeder vernünftige und sorgfältig handelnde Investor vorgängig prüfen, ob er eine Rendite erhalten wird oder eben gerade nicht. Somit kann davon ausgegangen werden, dass dieses Windrad nur gebaut werden kann, wenn auch Investoren gefunden werden können bzw. wenn es genügend Wind geben sollte. Falls sich zeigen sollte, dass der Standort für ein Windrad ungenügend ist, so kann es innert kurzer Zeit wieder vollständig abgebaut werden und man hätte immerhin wertvolle Erfahrungen gewonnen.

Auch der Kanton Aargau will in seinem neuen Richtplan einen Teil des Heitersberges als Gebiet mit Windpotential einstufen. Die Grünliberalen sehen hinter dem Projekt Vorteile für den Forschungs- und Energie-Kanton Aargau. Mit diesem Pionierprojekt im Mittelland kann die Windtechnologie bei eher durchschnittlichen Verhältnissen erforscht und weiterentwickelt werden. Das Projekt ist sehr schnell realisierbar und nach der 20 bis 30 jährigen Lebenszeit eines solchen Windrades kann es wieder abgebaut werden, ohne dass die Umwelt einen nachhaltigen Schaden davon tragen wird. Die Befürchtungen der direkten Nachbarn erscheinen weitgehend unbegründet, zumal sämtliche entsprechenden Normen eingehalten werden. Es wird aber zweifellos so sein, dass Windräder in der Schweiz nicht ausschlaggebend sein werden für die eine Energiezukunft ohne Atomkraftwerke und mit ausschliesslich erneuerbaren Energien. Es braucht viel mehr auch höhere Energieeffizienz, geothermische Anlagen, Wasserkraftwerke sowie ein intelligentes Stromnetz (Smart Grid). Sollte sich herausstellen, dass das Windkraftwerk auf dem Heitersberg nur mit staatlichen Subventionen überleben kann, ist aus Sicht der Grünliberalen dieses Projekt nicht unterstützenswürdig, da es Alternativen gibt, bei welchen Zuschüsse mehr Sinn machen.

 

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