Aargauisches überparteiliches Referendumskomitee gegen die „Wiedereinführung der Buchpreisbindung“

Gemeinsame Mitteilung von:
Grünliberale Kanton Aargau, jungfreisinnige aargau, FDP Aargau und SVP Aargau

Die eidgenössischen Räte haben in der Frühjahressession die „Wiedereinführung der Buchpreisbindung“ beschlossen. Diese Buchpreisbindung zielt am ursprünglichen Anliegen, nämlich das Buch als Kulturgut zu schützen, völlig vorbei. Höhere Preise führen dazu, dass Konsumentinnen und Konsumenten auf ausländische (online-) Büchermärkte ausweichen oder ganz auf den Bücherkauf verzichten.
Es ist völlig unverständlich, dass sich die BundesparlamentarierInnen für diese Wiedereinführung der Buchpreisbindung entschieden haben. Dadurch werden überhöhte Preise zementiert und der Markt abgeschottet. Den grössten Nutzen davon haben die grossen Buchhandelsketten, welche mit der staatlichen Preisbindung eine exorbitante Marge erreichen können – und dies erst noch staatlich garantiert! Innovation und Anpassung an sich verändernde Bedürfnisse haben damit im Büchermarkt ausgedient.
Konsumentinnen und Konsumenten werden künftig mit dem Kauf der Bücher im Ausland die Preisbindung elegant und ohne Probleme umgehen können. Sie können ihre Literatur auch im online-Shop der ausländischen Bücheranbieter bestellen – ohne Preisbindung selbstverständlich und den Gang in die Buchhandlung können sie sich auch noch gleich ersparen. Können oder wollen KonsumentInnen aber nicht auf diese Möglichkeiten ausweichen, werden sie geschröpft. Ausgerechnet die linken Parteien sorgen mit dieser Preisbindung dafür, dass sich Menschen mit niedrigen Einkommen Bücher bald nicht mehr einfach so werden leisten können.
Für den Steuerzahler bedeutet diese Buchpreisbindung die Einführung einer weiteren unnötigen, überbordenden Bürokratie, die keinerlei Nutzen mit sich bringt, aber bezahlt werden muss. Eine länderübergreifende online-Buchpreisbindung ist schlicht nicht umsetzbar.
Die Parteien des Referendumskomitees sind überzeugt, dass sich die „Wiedereinführung der Buchpreisbindung“ aus all diesen Gründen negativ auf den Schweizer Büchermarkt auswirken wird. Das Buch als Kulturgut würde definitiv im Abseits stehen und Konsumentinnen und Konsumenten werden durch die höheren, staatlich festgelegten Preise geschröpft, sofern sie überhaupt noch den Schweizer Büchermarkt auswählten. Das Referendumskomitee ruft aus diesen Gründen alle Bücherfans auf, dieses Referendum zu unterstützen!

Download Referendumgsbogen

Das Co-Präsidium:
Jeanine Glarner, Präsidentin jungfreisinnige aargau, Co-Präsidentin Komitee
Gregor Biffiger, Grossrat SVP Aargau, Co-Präsident Komitee
Thierry Burkart, Präsident FDP.Die Liberalen Aargau, Co-Präsident Komitee
Dominik Peter, Geschäftsleitungsmitglied Grünliberale Aargau, Co-Präsident Komitee

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