Abstimmung vom 4. März 2018 – meine Empfehlungen

Eidgenössisch

Ja zum Bundesbeschluss vom 16. Juni 2017 über die neue Finanzordnung 2021

Nein zur Volksinitiative vom 11. Dezember 2015 „Ja zur Abschaffung der Radio- und Fernsehgebühren“ (Abschaffung der Billag-Gebühren)

Kanton Aargau

Nein zum Gesetz über Ausbildungsbeiträge (Stipendiengesetz; StipG); Änderung vom 7. November 2017

Für mich ist die kantonale Abstimmung dieses Mal am wichtigsten. Die Befürworter meinen mit dem neuen Stipendiengesetz (Splittingmodell) würden sie etwas sparen. Ich finde sparen schön und gut, jedoch tun sie dies auf dem Rücken der Wirtschaft und der Chancengerechtigkeit! Das neue Stipendiengesetz führt dazu, dass drei(!) zusätzliche Verwaltungsstellen geschaffen werden müssen, um die Darlehen an die Studenten zu verwalten. Es führt dazu, dass sich gerade jene Studenten aus weniger guten Verhältnissen bis zu CHF 30’000 verschulden müssen und es führt dazu, dass einzelne Studenten, welche sich nicht verschulden wollen, mehr arbeiten werden und daher längere Studienzeiten in Kauf nehmen.

Ein Jahr Studium kostet unseren Kanton bis zu CHF 51’300.00. Das heisst, wenn zum Beispiel ein Medizinstudent ein Jahr länger an die Uni geht, weil er nebenbei arbeitet, kostet dies unseren Kanton mehr Geld, als wenn dieser Student sein Darlehen von rund CHF 30’000.00 über fünf Jahre nicht hätte zurückzahlen müssen. Gleichzeitig herrscht in unserem Kanton bei KMU’s und Grossunternehmen ein Fachkräftemangel. Vom rückwärtsgerichteten Stipendiengesetz betroffen sind nicht nur Anwälte und Mediziner, sondern Ingenieure, Betriebsökonomen und vor allem auch das Pflegepersonal, welche die Fachhochschule und die höheren Fachschulen absolvieren. Sie werden von unserer Wirtschaft dringend benötigt! Ich sage nein zum Stipendiengesetz, weil es falsche Anreize setzt.

Ich spare dann in der Bildung, wenn es darum geht, die externe Schulevaluation zu vereinfachen, den Check S3 abzuschaffen oder die Schulzeit bis zur Matura zu verkürzen, davon profitieren die Schüler direkt im positiven Sinne.

Dominik Peter, Grossrat GLP, Mitglied der Kommission, Bildung Kultur und Sport

Für meine Stadtzürcher und Winterthurer Freunde

Wählt Andreas Hauri in den Stadtrat und die GLP-Kandidaten in den Gemeinderat

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