Rückblick auf unsere ersten 2.5 Wochen

Wow, wir sind schon über zwei Wochen hier. Die Zeit verging bis anhin super schnell, fast schon zu schnell. Diese Woche war einiges los. Sogar soviel, dass wir gestern 8.5 stunden non-stop arbeiteten. Ich hatte mal kurz fünf Minuten Zeit ein Sandwich zu essen, aber sonst waren wir ziemlich ausgebucht. Dies hat seine Vor- und Nachteile. Mittlerweile haben wir uns in der Schneesportschule auch gut eingelebt, die meisten Vorgesetzten scheinen uns zu mögen, gehen auf unsere Ideen sowie Vorschläge ein und Dani und ich sind schon bekannt dafür, dass wir schon einige Requests nach unserer Person erhalten haben. Wer einen Request erhält verdient $ 19.- zusätzlich zum normalen Lohn (d.h. der Lohn verdoppelt sich). Daher geben wir uns immer besonders Mühe den Kunden ein besonderes Erlebnis beim Skifahren zu vermitteln, damit sie uns explizit nochmals buchen oder uns Trinkgeld geben, was ich übrigens sehr schätze. Heute morgen stand ich zum Beispiel herum. Habe mit einer Mutter angefangen zu sprechen und als sie mein Namensschild sah, sagte sie: „wow, you are from Switzerland!“ Ich kann ja nichts, dafür, dass ich aus der Schweiz komme, aber dies scheint in den Augen meiner Kunden wirklich das Land der Berge, der Uhren, der Schokolade, der Qualität, der besten Skilehrer und des Friedens zu sein. Und damit kann man sich relativ einfach ziemlich gut verkaufen. 🙂 Folglich gab ich ihr meine Karte und schon hatte ich einen Privatkurs inkl. Request verkauft. Es ist ja nicht so, dass ich des Geldes wegen her komme, trotzdem macht’s Spass für die gute Arbeit bzw. einem Lächeln belohnt zu werden.

Das Skigebiet am heutige Tag war wieder einaml super überfüllt mit vielen Touristen. Nach dem Privatkurs am morgen, hatte ich am Nachmittag 18 Kinder zwischen 5 und 8 Jahren zusammen mit drei andern Lehrern unterrichtet – sonst unterrichte ich meistens Erwachsene in Gruppen- oder Privatlektionen, meistens mit Kunden aus der ganzen Welt von sämtlichen Kontinenten in Englisch oder Französisch. Ich glaube es gibt keinen anderen härteren, verantwortungsvolleren und anstrengenderen Job als 18 Kindern aufs Mal, welche noch nie auf Skiern standen, das Skifahren bei zu bringen und ganz ehrlich ich habe schon einige Jobs gemacht, aber diesen auf einem überfüllten Kinderhügel war ziemlich tricky. Hauptsache war die Kinder hatten ihren Spass. Locker war es hingegen gestern, als ich einem sehr gesprächigen und super intelligenten 10 jährigen US-Mädchen, welches sein Franz verbessern möchte, zwei Lektionen Skifahren Privatkurs in Französisch geben konnte, so wie gestern – ihr könnt es glauben oder nicht, aber die 10jährige hat es voll durchgezogen und ganze zwei Stunden nur französisch mit mir gesprochen.

Heute um 16.00 Uhr nach der harten Arbeit mit den vielen Kinder ging es dann nochmals hoch auf den Berg (dann sind auch diese wunderbaren Fotos entstanden). Zusammen mit Lochie einem Australischen Skilehrer fuhren wir eine „Double Black“ Piste (unpräpariert mit einigen Bäumen, Buckeln und ziemlich steil) kurz bevor diese geschlossen wurde und prompt haben wir noch einen Touristen gefunden, welcher mehr oder weniger im Stämmbogen dort runter fahren wollte und ziemlich erschöpft im Schnee lag. Er nahm die Piste, weil er angeblich gesehen hat, wie ein Kind mit seinem Vater auch dort runter fuhr. Folglich haben wir ihm den ganzen weiten Weg geholfen, ihm seine Skis angezogen, einfache Wege gezeigt und als er heil unten ankam auch gleich unsere Visitenkarte in die Hand gedrückt, denn er soll ruhig wissen, wen er für den nächsten Privatkurs buchen soll ;-). Ich glaube er hatte ziemliches Glück uns zu treffen, sonst wäre er wohl noch jetzt da.

Im Moment diskutieren wir immer noch was wir an Silvester machen wollen. Homeparty oder Ausgang. Ich bin im Moment mehr für Ausgang. Es gibt so eine Pubtour zu den angesagtesten Clubs in Vancouver. Wir müssen nun einfach noch unsere Kollegen davon überzeugen. Gücklicherweise haben wir dann am 1.1. und 2.1. frei. Mal schauen, ob wir diese Fotos dann auch hochladen…

See you soon!

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