Unsere ersten drei Arbeitstage

Nach dem wir Snowboard Trainings, Ski Trainings, Autokauf, Winterpneus, Snowboardkauf und alle administrativen Arbeiten erledigt hatten, wurden wir am Donnerstag erstmals auf unsere Kunden losgelassen. Es war ein eher ruhiger Tag, weil es noch mehr schneite als sonst (es gab etwa 1m Neuschnee). Folglich starten wir den Tag mit Schnee schaufeln. Damit der magic carbet (Förderband für die Kidies) auch funktioniert. Uff, das war sehr anstrengend, aber es hat Spass gemacht. Am Nachmittag wurde ich mit zwei Geschwister aus Japan belohnt, welche noch nie auf dem Snowboard standen. Nach zwei Stunden konnten sie schon die ersten Turns und waren super glücklich darüber. Ich war natürlich auch ein bisschen stolz auf mich, jemandem so schnell das Snowboarden beigebracht zu haben – und ganz ehrlich wirklich talentiert waren sie ja nicht ;-). Dann kamen wir in unsere Hütte zurück und erhielten auch schon den ersten Gehaltsscheck für all die Trainings der letzten Woche. Yeah, 14 Stunden Lohn für Snowboarden ist schon nicht schlecht.

Am Abend gingen wir dann in ein typisches kanadisches Pub und traffen dort ein paar Freunde aus Genf, welche zufälligerweise in Vancouver waren. Der Abend war lang, wir assen „classic putine“ und tranken ein paar Bier. Poutine ist eine in Kanada populäre Fast-Food-Spezialität. Sie besteht aus Pommes Frites und Käse, getränkt in Bratensauce.Der Käse ist traditionell Cheddar. Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie Pommes getränkt in Zwiebel-Braten Sauce mit Cheddar schmecken und stellt euch vor, ihr müsst davon einen ganzen Spaghetti Teller essen. Ja ich habs getan, in Zukunft verzichte ich darauf.

Poutine

Wegen den vielen Bier konnten wir auch mal ausschlafen und den Jet Leg austricksen. 😉 Am Freitag gingen dann noch die Winterpneu montieren und zum Wall Mart. Wall Mart ist ein super grosses Einkaufszentrum, leider verkaufen sie hier keine Waffen neben den Spaghetti, wie in den Staaten. Ich hätte davon gerne eine Foto gemacht. Schade. Wir gehen sicher mal noch nach Seattle, vielleicht gibt es dort Spaghetti und Revolver im selben Gestell.

Am Samstag starteten hier die Weihnachtsferien, ich durfte meine erste Lektion Ski unterrichten und habe eine coole Skifahrer Truppe erhalten. Vier Personen aus Kanada, Südafrika und den Staaten. Es hat Spass gemacht und sie standen am Ende des Tages doch einiges sicherer auf den Skis. Heute Morgen durfte ich „Explorer“ auf Ski unterrichten. Das sind jene Kunden, die schon einiges an Erfahrung mitbringen. Ich war ziemlich erstaunt, was man alles in zwei Stunden jemandem beibringen kann. Die dreier Gruppe bestehend aus einem jungen Ehepaar aus Irland und einer dreizehn jährigen Vancouverin war total begeistert. Die junge Dame aus Irland konnte es selber kaum fassen, wie sicher und gut sie nach zwei Stunden Ski Unterricht fährt. Irgendwie fühlen sich die Kunden hier mit einem Skilehrer einfach viel sicherer, so dass wir relativ anspruchsvolle Pisten fahren konnten. Das Ehepaar kommt nächste Woche wieder und als guter Verkäufer habe ich ihnen auch gleich meine Visitenkarte in die Hand gedrückt und sie gebeten mich nochmals für eine Privatlektion zu buchen. Wir erhalten für jeden wiederkehrenden Kunden, welcher uns persönlich verlangt, mehr als das doppelte an Lohn , von dem her lohnt es sich schon den Kunden möglichst gut zu betreuen – ah, wegen dem Lohn mache ich das hier übrigens nicht, trotzdem möchte ich hier eine gute Dienstleistung anbieten. Am Nachmittag standen dan die Never Ever Skiers auf dem Plan. Es hat mir super viel Spass gemacht, aber jemandem der noch nie auf Skis gestanden hat, das Skifahren beizubringen ist doch sehr anspruchsvoll. Immerhin den Stämmbogen behrrschen die meisten meiner vierer Gruppe bestehend aus einer Vancouverin, zwei Indern und einer Japanerin schon relativ gut. Für den Sessellift hats aber noch nicht gereicht. Heute Abend gehen wir wieder einmal aus und schauen nicht permanent unsere Lieblingsserien „How I met your mother“, „Big Bang Theorie“ oder „Two and a half men“.

danidomi

Wir ihr seht uns geht es gut, wir übernehmen uns bei arbeiten auch nicht wirklich. Meistens sind wir ab 9 Uhr auf der Piste und unterrichten 4h-6h Stunden, die restliche Zeit geniessen wir den Powder oder gehen in Trainings, um neue Übungen für unsere Kunden zu erlernen. Es hat jeden Tag frischen Powder und es schneit bis anhin jeden Tag. Heute gab es etwa 30 cm Neuschnee auf der Piste(!) und daher geniessen wir unheimlich. Total gab es dieses Jahr schon 6m Schnee auf mittlerer Höhe des Skigebiets. Es ist einfach der Hit. Scheinbar gab es noch nie soviel Schnee vor Weihnachten. Eis oder Steine gibt es hier keine. Dafür gaaaanz viel Powder!!! 😀

Ich wünsche euch allen wunderschöne Weihnachten. In der Schweiz ist ja schon der 24.12.2012.

Have a good one!

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