Abstimmung vom 25. November 2018 – meine Empfehlungen

ABSTIMMUNGEN BUND

Nein zur Vorlage 1: Volksinitiative vom 23. März 2016 „Für die Würde der landwirtschaftlichen Nutztiere (Hornkuh-Initiative)“

Das Anliegen ist wichtig und sogar richtig. Es gehört jedoch nicht in die Bundesverfassung. Genauso wenig wie baurechtliche Bestimmungen zu irgendwelchen Türmchen mit einem Mond darauf oder Kleidervorschriften.

Nein zur Vorlage 2: Volksinitiative vom 12. August 2016 „Schweizer Recht statt fremde Richter (Selbstbestimmungsinitiative)“

Dieses Begehren ist brandgefährlich für unser Land! Ich warne daher eindringlich davor hier Ja zu sagen. Die sogenannte “Selbstbestimmungsinitiative” führt dazu, dass die Schweiz regelmässig Verträge brechen oder kündigen muss. Die Folgen einer Annahme sind Rechtsunsicherheit, Isolation und Instabilität. Die Schweiz würde flatterhaft, unzuverlässig und verantwortungslos. Was das für unsere Wirtschaft und unseren Standort bedeutet, kann sich jeder selber ausmahlen!

Nein zur Vorlage 3: Änderung vom 16. März 2018 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) (Gesetzliche Grundlage für die Überwachung von Versicherten)

Wenn die Strafbehörden detektivisch vorgehen wollen, müssen Sie sich dies von einem Richter bewilligen lassen. Dieses Gesetz will, dass die Versicherung ohne Kontrolle Dritter solche Detektive anheuern dürfen. Das Gesetz weitet die Befugnisse der Versicherung massiv aus, sie dürfen neu mehr als die Polizei. Geeignete Kontrollmechanismen gibt es keine. Ich befürwortet Missbrauchsbekämpfung klar! Dieses Gesetz ist jedoch in zentralen Punkten schludrig formuliert. Es geht zu weit und führt zu mehr Überwachungen.

ABSTIMMUNGEN KANTON

Nein zur Vorlage 4: Aargauische Volksinitiative „JA! für euse Wald“ vom 14. Februar 2017

Mit der Annahme der Initiative würde die Eigenverantwortung der Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer geschwächt.  Die Kernaufgaben der Ortsbürgergemeinden – die fachgerechte Nutzung und Pflege des Waldes – sollen nicht durch öffentliche Beiträge unterstützt werden. Die Finanzierung von Erholungsleistungen des Waldes ist auf Stufe Gemeinde zu regeln. Der Schutz der Waldböden ist gesetzlich vorgeschrieben. Infolge starker Erweiterung der beitragsberechtigen Waldeigentümerinnen und -eigentümer (Privatwald) ist mit administrativen Mehraufwänden zu rechnen. Die bisherigen Kantonsbeiträge würden fast vervierfacht, was nicht finanzierbar ist.

Ja zur Vorlage 5: Verfassung des Kantons Aargau (Ständeratswahlrecht für Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer); Änderung vom 28. August 2018

Bisher können Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer – gestützt auf das Bundesrecht – an eidgenössischen Wahlen und Abstimmungen teilnehmen, nicht jedoch an den Ständeratswahlen. Dies soll geändert werden. In der Verfassung des Kantons Aargau und im Gesetz über die politischen Rechte soll die Grundlage dafür geschaffen werden, dass Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer an den Ständeratswahlen teilnehmen können. Dies erscheint mir sinnvoll.

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Meine Abstimmungsempfehlung für den 21. Mai 2017

Eidgenössische Vorlage:

Ja zum Energiegesetz (EnG) vom 30. September 2016

weil, …

– Gezielter Abbau von fossilen Brennstoffen
– Reduktion des ökologischen Fussabdrucks
– Reduktion des persönlichen Energieverbrauchs
– Förderung von erneuerbarer Energie
– Förderung von dezentraler Energieerzeugung in der Nähe des Verbrauchers
– Weniger unabhängig vom Ausland
– Langfristig tiefere Energiekosten durch Eigenproduktion und Eigenverbrauch
– Ausstieg aus der Atomkraft

Kantonale Vorlage:

Nein zur Aargauischen Volksinitiative „Bezahlbare Krankenkassenprämien für alle“ vom 21. April 2016

weil, …

– Durch das neue Krankenversicherungs-Gesetz ist Forderung teilweise bereits überholt
– Forderung schiessen über das Ziel hinaus
– Massive Mehrkosten für den Kanton und die Steuerzahlenden (CHF 65 Millionen / 4 Steuerprozente)
– Aus finanzpolitischer Sicht nicht realisierbar

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Abstimmungen vom 12. Februar 2017

Eidgenössische Vorlagen:

JA zur Unternehmenssteuerreform III

JA zur erleichterten Einbürgerung der 3. Generation

JA zum NAF

Kantonale Vorlagen:

NEIN zur Aargauischen Volksinitiative „Ja zu einer guten Bildung – Nein zum Lehrplan 21“ vom 2. Juni 2015

NEIN zur Aargauischen Volksinitiative „Arbeit und Weiterbildung für alle!“ vom 11. Juni 2012

NEIN zur Aargauischen Volksinitiative „Chancen für Kinder – Zusammen gegen Familienarmut“ vom 23. Dezember 2009

JA zum Gesetz über den Ausgleich der Aufgabenverschiebungsbilanz sowie über die Übergangsbeiträge (AVBiG) vom 1. März 2016

JA zum Gesetz über den Finanzausgleich zwischen den Gemeinden (Finanzausgleichsgesetz, FiAG) vom 1. März 2016

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Meine Abstimmungsempfehlung für den 27. November 2017

Nationale Abstimmung:

Ja – zur Volksinitiative vom 16. November 2012 „Für den geordneten Ausstieg aus der Atomenergie (Atomausstiegsinitiative)“

Unsere AKW’s sind die ältesten der Welt. Wir haben nun die Wahl zwischen einer Investition in eine veraltete Technologie oder einer Investition in die Zukunft und erneuerbare Energie.

Wir können den Franken nicht doppelt ausgeben und deshalb lohnt es sich heute die Laufzeit zu beschränken und damit einen grossen Schritt in eine Zukunft mit erneuerbarer Energie zu machen. Auch wenn das bedeutet, dass wir anfänglich etwas mehr Strom aus dem Ausland importieren, als wir dies heute schon tun.

Hier die Argumente der Gegner locker und flockig auseinander genommen:
1. Dreckig: Wir importieren sauberen zertifizierten Strom. In Süddeutschland gibt es keine Kohlenkraftwerke, also auch physikalisch gesehen erhalten wir sauberen Strom.
2. Chaotisch: Das Licht wird uns nicht ausgehen! Wir leben nicht in einer Planwirtschaft! Im Moment laufen massiv weniger AKWs als bald abgeschaltet werden sollen. Weiter hat es auf der KEV Warteliste Strom für mehr als 3 AKWs! Wir müssten also nur mal endlich diese Projekte umsetzen.
3. Teuer: Ist es denn günstiger, die AKWs weiterhin massiv zu subventionieren? 100te von Millionen in eine veraltete und gefährliche Technik zustecken, welche niemand weiss, wie man den Müll entsorgen will? Anstatt dass man dieses Geld nimmt und in erneuerbare Energie und Energieeffizienz investiert. Würden AKW Betreiber eine Versicherung und die Entsorgung bezahlen, könnte sich niemand AKW-Strom leisten. Deshalb stört es auch niemand, dass keine neuen AKW’s mehr gebaut werden dürfen.
4. Überflüssig: Stimmt nicht, den Artikel im Gesetz, wo sagt, der Ausstieg sei beschlossen, musst du mir zeigen! Im Gegenteil es wurde eine Art unendliche Laufzeit beschlossen.

Kantonale Abstimmungen und Wahlen:

Maya Bally in den Regierungsrat

siehe auch http://www.dominikpeter.ch/?p=1551

Kantonale Sparmassnahmen:

NEIN – zur Sparmassnahme Abschaffung Berufswahljahr

Es ist der falsch, bei der Bildung zu sparen. Das Berufswahljahr ist eine Sonderform im letzten Schuljahr (9. Klasse) der Oberstufe. Es wurde vor 40 Jahren eingeführt, um Schüler zur Berufswahlreife zu führen. Die genannte Massnahme war bereits Bestandteil der Leistungsanalyse im 2015, welche vom Volk bereits verworfen wurde. Auch wenn nur wenige dieses Angebot nutzen, ist es ein effizientes und gutes Angebot diesen Jugendlichen zu helfen.

JA  – zur Sparmassnahme Begrenzung des Pendlerabzugs auf Fr. 7’000.- (Steuergesetz)

Wer mehr als Fr. 7’000.- für seinen Arbeitsweg ausgibt, wohnt am falschen Ort. Weite Arbeitswege verursachen viel Stau, CO2 und Kosten für die Allgemeinheit. Dies soll nicht noch steuerlich begünstigt werden. Meiner Meinung nach könnte man diesen Pendlerabzug auch noch weiter runter setzen. Immerhin spart der Aargau durch diese Massnahmen 10 Mio. Franken.

Nein – zur Sparmassnahme Erhöhung Vermögensverzehr EL bei IV

Mit dieser Massnahme soll der Vermögenverzehr bei IV-Rentnerinnen und IV-Rentnern im Heim von einem Fünfzehntel auf einen Fünftel angehoben werden. Das Bundesgesetz ermächtigt die Kantone, bei Personen mit Anspruch auf eine Invalidenrente höchstens einen Fünftel des Reinvermögens als Einnahmen anzurechnen, soweit dieses bei alleinstehenden Personen Fr. 37’500.- und bei Ehepaaren Fr. 60’000.- übersteigt. Bei der Mehrheit der Kantone beträgt der Vermögensverzehr einen Fünfzehntel. Zehn Kantone haben einen höheren Vermögenverzehr festgelegt, davon sechs bei einem Fünftel. Die Anpassung betrifft rund 3 % der 16’000 IV-Rentnerinnen und IV-Rentner im Kanton Aargau.

Ich finde es richtig, wer Vermögen hat, muss einen Beitrag für seinen Heimaufenthalt mittragen, auch wenn er für diesen nicht verantwortlich ist. Der Aargau geht nun ans Maximum. Dies weil in den letzten Jahren Steuergeschenke gemacht wurden. Von diesen Geschenken haben sicher nicht IV-Rentner profitiert. Würde man diese nun bestrafen, spart man hier am falschen Ort.

NEIN – zur Sparmassnahme Gewässerrevitalisierung (Wassernutzungsgesetz)

Durch diese Massnahme sparen wir kein Geld ein. Wir nehmen uns aber die Möglichkeit Gewässer ernsthaft und fristgerecht zu revitalisieren.

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Meine Abstimmungsempfehlung für den 25. September 2016

Ja – zur Volksinitiative „Für eine nachhaltige und ressourceneffiziente Wirtschaft (Grüne Wirtschaft)“

Wir dürfen nicht mehr Ressourcen verbrauchen, als es auf der Erde gibt. Heute machen wir das trotzdem auf Kosten kommender Generationen! Die Initiative ist richtig, weil die Schweiz so wieder Innovationsstandort Nummer 1 für Ressourceneffizienz, Recycling und erneuerbare Energie werden kann und gerade deshalb die Wirtschaft davon profitieren wird.

Nein – zur Volksinitiative „AHVplus: für eine starke AHV“

Die steigende Lebenserwartung und die tieferen Renditen bringen Mehrkosten mit sich, denen unser Vorsorgesystem ohne Anpassungen nicht gewachsen ist. Nun will die AHVplus-Initiative alle Renten um 10% erhöhen – und würde die Probleme sogar noch verschärfen. Wir brauchen gemeinsame Lösungen aller Generationen statt Rentengeschenke, die in Zukunft nicht mehr finanzierbar sind. Mit der Initiative wird den Falschen geholfen und das Finanzierungsproblem verschärft.

Ja – zum Bundesgesetz über den Nachrichtendienst (NDG)

Kernaufgabe des Nachrichtendienstes des Bundes (NDB) ist es, sicherheitspolitische Informationen zu beschaffen, diese auszuwerten und an den Bundesrat, die Bundesanwaltschaft und die Polizei weiterzuleiten. Mit dem heutigen Gesetz kann der NDB seine Aufgaben nicht mehr ausreichend erfüllen. Er muss die technischen Möglichkeiten nutzen können. Das NDG regelt wie er diese nutzen kann.

Lokale Wahlen in Bremgarten:

Einwohnerfinanzkommission: Stephan Schertenleib

Friedensrichterwahlen: Hier wähle ich die eine Frau sowie die beiden Männer aus Bremgarten

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Guet gjammert, isch halbe buuret!

Meine Gedanken am 1. Mai 2016

Letzte Woche konnte man in den Medien weit und breit davon lesen, dass Bundesrätin Sommaruga den Saal verliess, als Nationalrat Köppel seine Wutrede hielt. Nationlaratspräsidentin Markwalder setzte dann noch eins drauf mit ihrer dümmlichen Ausrede, dass die Bundesrätin auf die Toilette gegangen sei. Möglicherweise musste sie tatsächlich auf die Toilette – nämlich, weil es ihr den Magen kehrte. Mir kehrt es auch den Magen, wenn ich die vielen Fehlentscheide von letzter Woche in unserem Parlament betrachte und das Einzige, was in der Zeitung propagiert wird, ist dass Bundesrätin Sommaruga auf die Toilette musste. Lächerlich!

Sind 2 Wochen Vaterschaftsurlaub tatsächlich zu teuer?!?

Die Wirtschaft spricht von Frauenquoten, Frauenförderung und Gleichstellung von Mann und Frau! Wenn es dann tatsächlich mal darum geht etwas dafür zu tun, dass es den werdenden Müttern etwas leichter fallen würde, sich ins Arbeitsleben zu wagen. Indem nämlich den Vätern ein Vaterschaftsurlaub (von mehr als einem Tag!) gewährt wird, krebst so gar die CVP zurück und stimmt gegen den aus ihren eigenen Reihen stammenden Vorschlag eines 2-wöchigen Vaterschaftsurlaubs.

Länder mit vielen Frauen in Führungsgremien haben diese nicht, weil sie obligatorische Frauenquoten eingeführt hätten, sondern weil sie die Rahmenbedingungen für die Familien verbessert haben. Indem nämlich dem Vater auch die Möglichkeit geben wird, für eine gewisse Zeit nicht nur seine „Versorgerrolle“, sondern seine „Vaterrolle“ richtig wahrzunehmen und die Familie zu entlasten. Scheinbar sei dies zu teuer so einzelne weibliche(!) Exponenten der CVP. Dass Unternehmen mit mehr Frauen in Führungsgremien erfolgreicher sind als andere, ging wohl in der Diskussion vergessen. Dass die Schweiz nur für internationale Grossfirmen attraktiv ist, wenn auch für die Arbeitnehmer ein attraktives Umfeld herrscht, ging ebenfalls vergessen. Scheinbar waren 200-Millionen für 2 Wochen Vaterschaftsurlaub einfach zu viel des Guten.

Die CVP macht lieber Bauerngeschenke statt die Familien zu fördern!

Anstelle des Vaterschaftsurlaubs schenkte man einen halben Atemzug später lieber den Bauern 400 Millionen pro Jahr „Gewinnsteuererleichterung“, für den Fall, dass sie ihr Silberbesteck (ihr Bauland) verkaufen wollen, welches notabene vor einer Umzonung noch Agrarland war. Das ist Unsinn und ein Affront gegenüber jedem, der sein selbst erarbeitetes Einkommen und Vermögen jedes Jahr versteuern muss, nicht von einer Umzonung seines Landes profitieren und dieses dann steuergünstig mit hohem Gewinn verkaufen kann. Wenn man bedenkt, dass ein 2-wöchiger Vaterschaftsurlaub die Hälfte (200 Millionen) gekostet hätte und unserem Staat nachhaltig mehr gebracht hätte, kehrt es auch mir den Magen.

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Mit der Durchsetzungsinitiative verliert der Richter seinen gesunden Menschenverstand?!?

Meiner Meinung nach trifft die Durchsetzungsinitiative die falschen Leute und wird den Staat sehr viel Geld kosten. Ich denke, dies ist gerade nicht das Ziel der Initianten und gerade deshalb habe ich bereits nein gestimmt.

Die Idee der Initianten ist es, dass die Richter in ihrem freien Ermessen eingeschränkt werden, weil die Initianten offensichtlich das Gefühl haben, die Richter würden dieses freie Ermessen oft falsch ausüben. Dies wollen die Initianten verhindern, indem sie „klare“ Regeln aufstellen.

Anhand des Beispiels von Thomas Hansjakob (erster Staatsanwalt des Kantons St. Gallen) möchte ich aufzeigen wie verkehrt die Initiative tatsächlich ist:
Nehmen wir an, ein 50-jähriger Italiener, der seit Geburt in der Schweiz lebt, fuhr vor acht Jahren innerorts 20 Kilometer pro Stunde zu schnell. Er bekommt dadurch eine Vorstrafe und eine bedingte Geldstrafe. Hat er nach der Einführung der Durchsetzungs-Initiative Streit mit dem Nachbarn, tritt er dessen Gartentür ein und dringt in den Garten ein, dann begeht er eine Sachbeschädigung und einen Hausfriedensbruch und bekommt zwingend eine Landesverweisung. Beide Delikte (Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch) sind aber nur Antragsdelikte. Die Landesverweisung hängt also davon ab, ob der Nachbar einen Strafantrag unterzeichnet. Tut er das, dann wird der Italiener ausgewiesen. Verzichtet er darauf – das kann er, zum Beispiel weil der Täter ihm Geld dafür bezahlt – darf der Italiener bleiben. Es ist doch völlig unlogisch, dass es vom Willen des Geschädigten eines banalen Deliktes abhängig ist, ob einer nun die Schweiz verlassen muss oder nicht.

Schlägt der Italiener hingegen vor acht Jahren das Gartentörli des Nachbarn ein, bekommt dadurch eine Vorstrafe und fährt dann nach der Durchsetzungs-Initiative 20 Kilometer pro Stunde zu schnell, darf er in der Schweiz bleiben. Selbst wenn er innerorts 60 Kilometer pro Stunde zu schnell ist, wird er nicht des Landes verwiesen, weil Raserdelikte nicht im Katalog der Durchsetzungs-Initiative sind.

Das heisst, es gibt durch die Initiative Fälle, bei denen die Reihenfolge der Delikte darüber entscheidet, ob jemand die Schweiz verlassen muss oder nicht. Das Beispiel zeigt, dass ein Delikts-Katalog nie für alle Fälle taugt. Der Katalog, der dem Richter vorschreibt, was er zu tun hat, schafft eine Pseudogenauigkeit, sonst nichts. Sicherheit vor Kriminaltouristen schaffen wir auch nicht. Im Gegenteil wir bezahlen denen noch den Retourflug! Denn viele, die wir heute schon ausschaffen würden, können wir auch nach Annahme der Durchsetzungsinitiative nicht ausschaffen (z.B. weil sie keinen Pass haben), hingegen müssten wir viele ausschaffen, die wir nicht ausschaffen würden, weil sie nur banale Delikte in der falschen Reihenfolge begangen haben.

Damit dann diese Leute (vielleicht sogar unser Italienischer Nachbar) länger hier bleiben können, würden sie sich durch den ganzen Instanzenzug bis zum Bundesgericht durchkämpfen und hoffen, dass irgendein Gericht, irgendwann einmal sagt, dass es weiterhin Härtefälle geben darf, also das die sogenannte Verhältnismässigkeitsprüfung im Einzelfall (das ist das, was wir als gesunden Menschenverstand bezeichnen) stattfinden soll. Mit der Annahme der Durchsetzungsinitiative verliert der Richter also seinen gesunden Menschenverstand oder er wird möglicherweise sogar jemanden freisprechen, der es nicht verdient hätte freigesprochen zu werden, um ihn nicht wegen einer Bagatelle ausschaffen zu müssen. Was dies kostet und ob dieses Aufblähen des Staatsapparats tatsächlich der Wille von denen ist, die hier Ja stimmen wollen, frage ich mich ernstlich! Ich rufe Sie daher auf, stimmen Sie Nein zur Durchsetzungsinitiative!

Etwas zynisch kann man sich schon fragen, ob es unserer Welt tatsächlich hilft, wenn alle Straftäter (und damit meine ich auch Mörder und Vergewaltiger) weiterhin im Ausland frei rumlaufen dürfen? Ich persönlich fühle mich sicherer, wenn der Terrorist hier in der Schweiz für immer eingesperrt bleibt, dann weiss ich, wo er ist und was mit ihm passiert. In diesem Sinne wünsche ich schöne Auslandferien und gutes Abstimmen.

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Meine Abstimmungsempfehlung: 4x nein! und Ja zum Tanzen!

NEIN zur Volksinitiative «Zur Durchsetzung der Ausschaffung krimineller Ausländer (Durchsetzungsinitiative)»

Das von Parlament beschlossene Gesetz zur Umsetzung der Ausschaffungsinitiative ist noch nicht einmal in Kraft getreten, deshalb ist die Durchsetzungsinitiative eine reine Zwängerei. Sie ist aber auch inhaltlich völlig unverhältnismässig, weil sie für einen willkürlichen Katalog von Bagatelldelikten zwingend eine Ausschaffung vorsieht und zu völlig ungerechten Resultaten führt.

NEIN zum Bundesgesetz über den Strassentransitverkehr. Sanierung des Gotthard-Strassentunnels (zweite Gotthardröhre)

Weil ich nicht 1.2 Mrd. für einen Pannenstreifen bezahlen will.
Bereits am 11. Oktober 2014 haben die Grünliberalen Delegierten den Bau einer zweiten Gotthardröhre klar abgelehnt. Die Vorlage des Bundesrates für den Bau einer zweiten Gotthardröhre ist aus Sicht der Grünliberalen eine Mogelpackung. Das einspurige Verkehrsregime in beiden Gotthardröhren würde unter dem Druck aus dem In- und Ausland schon nach kurzer Zeit fallen und der Alpenschutzartikel wäre damit Geschichte. Statt dem Bau eines neuen Strassentunnels, muss die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene konsequent vorangetrieben werden.

NEIN zur Volksinitiative «Keine Spekulation mit Nahrungsmitteln!»

Die Jungsozialisten wollen ihre Initiative nicht zurückziehen, obwohl mit den Positionslimiten im Finanzmarktinfrastrukturgesetz die Massnahme beschlossen wurde, welche gemäss FAO das beste Mittel zur Bekämpfung von Nahrungsmittelspekulationen ist. Die Jungsozialisten instrumentalisieren damit die Ärmsten für ihr Politmarketing, das ist inakzeptabel. Die Grünliberalen unterstützen Positionslimiten gegen schädliche Spekulation mit Nahrungsmitteln, aber sie sagen Nein zu dieser dogmatischen Initiative.

NEIN zur Volksinitiative «Für Ehe und Familie – gegen die Heiratsstrafe»

Die CVP-Initiative ist diskriminierend, weil sie die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare in der Verfassung ausschliesst. Sie ist aber auch steuerpolitisch falsch: Statt einzig auf die sogenannte Heiratsstrafe abzuzielen, wollen die Grünliberalen ganz zu einem zivilstandsunabhängigen Steuersystem übergehen.

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Meine Nationalratskandidatur 2015

Liebe Freunde

Indem ich auf kantonaler Ebene politisch eine Pause eingelegt habe, konnte ich neue Kraft und Motivation tanken für die nächsten Projekte. Unter anderem haben wir vor Kurzem in Bremgarten die Grünliberalen gegründet, wir organisieren am 25. September um 19.30 Uhr im Casino in Bremgarten eine Podiumsdiskussion mit allen Ständeratskandidierenden und ich kandidiere für den Nationalrat (bescheiden) auf der Jungen Liste der glp (weil ich mich auf die Anwaltsprüfung vorbereiten möchte und dort meine Energie investieren will). Nichtsdestotrotz kommen meine Stimmen der glp auch zu Gute und gleichzeitig sind solche Wahlen ein Vorbote für die kommenden Grossratswahlen, bei denen ich etwas aktiver von der Partie sein möchte. Ich würde mich sehr über einen kleinen persönlichen Achtungserfolg freuen. Also vergesst mich nicht, auf eure Liste zu setzen. 

Unter folgendem Link findet ihr unser Wahlkampf-Flyer – ein Kochbuch. Einerseits möchten wir mit dem Kochbuch auf die Eigenverantwortung der Konsumenten anspielen, andererseits ist es Wahlwerbung die hoffentlich nicht gleich im Abfall verschwindet.

Herzlichen Dank für eure Unterstützung.

Beste Grüsse

Dominik

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