Und es kam alles anders als wir dachten… und doch noch viel besser als geplant!

In Calgary verliessen Durk und MJ unsere Reisetruppe. MJ musste zurück nach Vancouver zum arbeiten, Durk nach Whistler, wo er seine neue Stelle antrat. Folglich begrüssten wir Löffel in Calgary, ein Freund aus der Schweiz, welcher die kommenden drei Wochen mit uns reiste.

Nach dem wir in Calgary waren, hiess die nächste Destination „Lake Louise“. Dieses Skigebiet erinnerte mich auf Grund des Panoramas am meisten an die Alpen. Es war super schön dort, der Snowpark war ziemlich auf uns zugeschnitten. Die Kicker nicht zu klein, aber auch nicht too big 🙂 Genauso, dass man gefordert und gefördert wird nur schon auf Grund des guten Zustand des Parks. Nachdem spassigen und sonnigen Tag in Lake Louise (wo wir übrigens 50% Ermässigung richtig gut verhandelten 😉 ) fuhren wir weiter nach Jasper.

Jasper liegt im Jasper Nationalpark. Die Strasse dort hin liegt auf 2000 m über Meer und während 230 Km ist sicher keine Tankstelle im Winter geöffnet. Dummerweise habe ich dieses Schild nicht gesehen… So leuchtete schon 84 Km vor Ankunft die Benzinleuchte. Dieses Gefühl war unsexy, vorallem, weil nie ein Auto entgegen kam. Glücklicherweise ging es oft den Berg hinunter und wir konnten so über mehrere Kilometer den Motor ausschalten und im Leerlauf den Berg hinunter rollen, so hat dann das Benzin gerade bis zur Tankstelle gereicht. In Jasper blieben wir dann einige Tage und planten von dort aus unseren Trip weiter.

Unser ursprünglicher Plan war wieder in den Süden zu fahren und zwar nach Fernie, Panorama, Big White, White Water, Red Mountain und Apex. Dies haben wir dann schön sein gelassen, weil im Süden begann es zu regnen. Folglich nahmen wir nochmals 700 Km Fahrt in den Norden in Kauf und fuhren bei 70 cm Schnee auf dem Highway mehrere Stunden nach POWDER KING! Es kam mir vor, als ob am Ende der Welt ein Sessellift steht. Und ja, dieser Ort verdient diesen Namen: POWDER KING. Wir blieben zwei Tage dort. In der Nacht schneite es am Tag war blauer Himmel. Ein Pisten Fahrzeug hat das Skigebiet zwar, aber dieses benötigen sie nicht, weil es den wunderbaren Powder zerstören würde. Die Einheimischen dort waren sehr nett und haben uns am Nachmittag um 3 Uhr noch „fresh Tracks“ gezeigt. Ich glaube, dies würde einem in der Schweiz sicher nicht passieren. Man muss es erlebt haben, tausend Worte können das Gefühl durch den leichten, stäubenden und unglaublichen vielen Tiefschnee seine Linien zu ziehen nicht beschreiben.

Weil wir nun so weit im Norden waren ging es nun doch in den Süden nach Apex. Glücklicherweise hat es dort nicht geregnet. Apex war wieder einmal gratis für uns, weil es ein Partner Skigebiet von Cypress Mountain, wo wir gearbeitet haben, war. Ja für „gratis inkl. outdoor Whirlpool“ am Abend war das Skigebiet weltklasse. Ernsthaft, sehr familiär und doch bietet es für alle etwas und das Backcountry dort war richtig anspruchsvoll.

Nach zwei Tagen Apex zogen wir wieder weiter nach Big White. Big White verdient seinen Namen, nicht weil es viel Schnee hat, sonder sooooo viel Nebel. Ich habe so etwas noch nie erlebt, man konnte vor lauter Nebel etwa 1m weit sehen. Es war nicht klar, ob man fährt oder nicht. Mir wurde richtig schwindelig. Daher fuhren wir kurz durch den Park, welcher tiefer gelegen war und hatten Freude am Kontrast der Kicker sowie der permanenten Musik im Snowpark. Dann ging es in die Beiz unsere Motivation war ziemlich weg und folglich verkauften wir unsere Tickets und fuhren an den besten Skiort der Welt (neben Arosa, Davos und Verbier): Revelstoke. Revie we are back! Wir gingen ins selbe Hotel, nämlich dort wo auf dem Schild steht: „your mother said to stay here“. Wir trafen unsere Skilehrer Freunde und genossen das Gebiet, den Powder, die Berge, den Sport, die Natur und unsere Freiheiten.

Zum Abschluss unseres Trips fuhren wir noch rasch nach Whistler. In Whistler gönnten wir uns eine geführte Tour mit Schneetöffs und konnten so richtig durch den Schnee blochen. Mit 80km/h und teilweise schneller auf einem gefrorenen See herum zu fahren, hat schon sehr viel Spass gemacht und war sehr anstrengend. Ich glaube, ich hatte wirklich mehr Muskelkater von 2h Schneetöff fahren als von 3.5 Monaten Skifahren und Snowboarden :-D. Am Abend gingen wir in Whistler noch richtig in den Ausgang, das haben wir auf unserer Reise nur in Calgary gemacht, sonst waren wir immer brav und gingen bei Zeiten ins Bett. In Whistler ging es richtig ab, Whistler ist vom Ausgang her wohl ähnlich wie Davos oder Ischgl (nicht ganz so primitiv), aber es erinnerte mich einwenig an Disney Land. Die Party war so gut und so lange, dass wir es am nächsten Tag nicht mehr auf die Pisten schafften. Das war auch ok, wir waren ja schon einmal da und 108$ für eine Tageskarte war gut gespartes Geld. Dafür gingen wir dort noch shoppen und genossen die Stunden zwischen Whistler Mountain und Blackcomb.

Am späteren Nachmittag fuhren wir wieder zurück, besuchten rasch die Skischule in Cypress Mountain, verabschiedeten uns von unseren Chefs und erhielten unseren letzten Paycheck. Wow, voll cool: Bonus, Feriengeld und dann noch eine flasche Chinesischer Schnapps von meinen kandisch-chinesischen Privatkunden. Das war nett, den haben sie extra an die Skischule gesendet… 🙂

Die letzten Tage in Vancouver waren super schönes Wetter. Wenn es sonnig ist, ist Vancouver wahrscheinlich „the best place of the world to live„. Es war super, wir trafen noch einige Freunde, gingen ins Steakhouse, machten Party mit unseren Skilehrerfreunden und genossen das Grossstadt Feeling. „Elenore“, unser Auto, verkauften wir 3h vor Abflug. Dann ging es Heim. Shit, es war unglaublich schön, und wenn ich mich daran zurück erinnere, habe ich tatsächlich manchmal Tränen in den Augen und ich bin stolz einen meiner Träume mir selber erfüllt zu haben.

Thank you!

Be the first to like.

Ski resort review

Calgary – Olympic Parc, Alberta

8. März 2013 – Hier gibt’s den Olympic Park, welche wegen den Olympischen Spielen in Calgary 1988 erstellt wurde. Half Pipe Riding war angesagt. Vier Sessellifte mehr oder weniger mitten in der Stadt bringen einem auf einen kleinen Hügel und man kann dann bequem verschiedenste Schanzen, Halfpipes und Rails nehmen. Ich denke wir haben genau richtig gehandelt, 4 Stunden Spass und chiben im Park auf schön geshapten Kickern und in wunderbaren Pipes bei Sonnenschein riden war genau das richtige für heute Nachmittag. Ferien würde ich hier nicht gerade machen, aber wenn man genau das sucht, dann ist dies sicher ein guter Platz um zu trainieren. Der Übergang von den kleinen Sprüngen zu den ganz grossen hätte besser gestaltet werden können. Das ist Cypress Mountain übrigens sehr gut gelungen. Rating 8/10.

Kicking horse, BC

7. März 2013 – Kicking horse ist steil, Kicking horse bietet richtig viele Powderabfahrten, Kicking horse hat aber auch wunderschöne Pisten, Kicking horse ist richtig anspruchsvoll, Kicking horse hat super champaign powder, kicking horse ist wirklich kuhl. Es hat hier immer einwenig geschneit, die Sicht war nicht perfekt, aber ich kann mir vorstellen, dass bei guter Sicht Kicking horse richtig Spass macht. Wir waren daher relativ oft im Wald am fahren, teilweise so schnell, dass wir die Bäume küssten, weil wir nicht mehr bremsen konnten ;-). Heute Nachmittag bauten wir einen Kicker im Tiefschnee und praktizierten crazy stuff. Durk stand seine üblichen Backflips. Das hat richtig viel Spass gemacht. Rating 9/10.

Revelstoke, BC

5. März 2013 – Wow, wow, pow, pow… Das war wohl das aller geilste, was ich hier in Kanada bis anhin gesehen habe. Drei Sessellifte, 54 Abfahrten und jenste in-boundry Powder Abfahrten und ja der Powder war fresh und untracked. Hier gibt es gem. der Werbung die steilsten Abfahrten von ganz Kanada und der Resort bezeichnet sich als „Capitol of champaign powder“. Ja, und so war es auch. Super steile powder Runs, wunderschöne Runs zwischen den Bäumen und heftige Abfahrten auf den Pisten. Revie hat keinen Snowpark, aber das spielt gar keine Rolle, es gibt hier so viel Schnee. Für Anfänger ist der Resort ungeeignet. Die Snowboardlehrer arbeiten hier mehr als Guide und zeigen den Touristen das Gebiet und die besten Abfahrten. Meistens muss man nach dem Sessellift noch ca. 10 – 30 Minuten hochlaufen, um die richtige Piste zu erwischen. Das finde ich super. Der Resort plant in den nächsten 20 Jahren 20 neue Sessellifte. Hmm, irgendwie schade. Mir hat das kleine und doch extrem weitläufige Gebiet gefallen, wäre irgendwie schade, wenn es vom Tourismuswahn aufgefressen würde. Rating 9.5/10.

Sun Peaks, BC

3. März 2013 – Für Skifahrer ist das ein gutes Gebiet. Es gibt hier relativ viele Traversen und viele gute Pisten. Die schwarzen Pisten sind nicht wirklich schwarz. Der Park hier ist unglaublich. Er ist sehr lang und bietet die verschiedensten Rails und Railkombinationen. Leider war der Park nicht in einem guten Zustand und es gibt zwischen dem Beginner Park und dem Propark nur wenige Rails um den Sprung vom Beginner zum Pro zu üben, was schade ist. Das Wetter war, trotz dem Namen, auch nicht weltklasse und ich war froh, dass wir hier nur einen Tag geblieben sind. Für Familien ist dieser Resort aber sicher gut geeignet. Rating 6.5/10.

Crystal Mountain, Washington

Wir erwischten einen perfekten Tag. Es schneite wie wild am Abend vorher und wir durften in 40cm frischen Powder in boundry hinein fahren. Zwischen 10.00 Uhr und 14.00 Uhr öffnete das Skygebiet jeweils jede Stunde einen weitere schwarze Piste, welche mit unbefahrenem frischen Pulverschnee bedeckt war. Das Skigebiet hat etwa 80% schwarze Pisten, viele Powder Spots und Jumps. Der Snowpark konnten wir nicht ausprobieren, da alles mit Pulverschnee bedeckt war. Wir hatten hier auf Grund der Schneeverhältnisse mehr Spass als in Whistler. Rating 9/10.

Whistler, BC

Whistler wird als non plus ultra in ganz Kanada betrachtet. Alle Vergleichen ihre Resorts mit Whistler. Whistler bietet viel (Off-Pist Skiing, gute Pisten, Heli Skiing, riesige Parks, Half Pipe, Restaurants, Hotels etc.) und kommt wohl auch an die bekannteren europäischen Resorts heran. Aber ehrlich gesagt 108 $ für eine Tageskarte ist es nicht wert. Fragt bei Guest Services für einen Back Country Pass, dann bezahlt ihr nur die Hälfte. Da wir nur einen Tag in Whistler waren, konnten wir nicht wirklich vom Nightlife profitieren. Das Verhältnis Preis/Leistung stimmt hier absolut nicht und daher gibts nur ein Rating von 8.5/10.

Mount Baker, Washington

2. Januar 2013 – Ein Katzensprung von Vancouver entfernt liegt Mount Baker. Baker bietet unglaubliche in-boundry Powder Spots, gute Pisten und eine wunderschöne Landschaft. Ungewöhnlich war, dass die Sessellifte keine Sicherheitsbügel hatten. Es war ein genialer Ausflug an einem super schönen Powder Tag. Rating 8/10.

Cypress Mountain, BC

Hier haben wir gearbeitet. Ein „pretty good spot“. Bietet viel Abwechslung – vom Anfänger Hill bis zur Double Black Diamont Pistem, Waldabfahrten und mehreren Snowparks bietet der eher kleine Resort Cypress alles. Man lebt hier nicht im Skiresort, sondern in der Big City „Vancouver“.  Somit hat man von Cypress auch eine unglaubliche Aussicht, man sieht an schönen Tagen bis nach Baker, auf’s Meer und natürlich nach Downtown. Mir hat’s sehr gut gefallen. Der Schnee ist wegen des Meeres feuchter als im Landes innern. Rating 8/10.

2 people like this post.

avalanche safety training and surfing in Vancouver Island

Um im Backcountry ein wenig sicherer zu snowboarden und unnötige Unfälle zu verhindern, haben wir einen Lawinenkurs absolviert. Dieser war sehr interessant und hat Spass gemacht. Während dem Kurs habe ich wirklich das Gefühl erhalten, dass ich gerne mal jemand aus einer Lawine retten würde. Obwohl ich hoffe, dass es gar nie so weit kommt. Immerhin haben wir nun viele Infos erhalten, wie eine Lawine entsteht, wie man Lawinen verhindert und was es im Falle des Falles zu tun gibt. Auch merkten wir, dass die Lawinensuchgeräte von Mammut, welche Dani und ich haben, die genausten sind und die grösste Reichweite haben.

Am selben Abend fuhren wir mit der Fähre nach Vancouver Island (von Horseshoe Bay nach Nanaimo) um in Tofino surfen zu gehen. Ich sage nur Sonnenschein, 8 Fuss hohe Wellen, 5 Grad Lufttemperatur und 8 Grad Wassertemperatur. Es war einfach traumhaft… Nach dem surfen gingen wir noch kurz den Regenwald anschauen. Geniesst am besten die Bilder.

Nun arbeiten wir noch eine Woche bis wir unseren Road Trip in die Rocky Mountains starten.

See ya soon!

 

Be the first to like.

happy chinese new year – das war eine tolle Feier

Wie vor einiger Zeit beschrieben, waren wir zum chinesischen Neujahr von einer chinesischen Familie eingeladen worden. Das war super spannend. Als Vorbereitung haben wir im Internet ein wenig nach do’s and dont’s gegoogelt.

Hier sind einige Beispiele dazu:

Do’s:
Wish everyone you meet a happy New Year by saying „gong xi fa cai“, which translates to: „Have a happy and prosperous New Year!“
Wear articles of red clothing because red symbolizes luck.
Buy new trousers because the Chinese word for trousers is „fu“, (Chinese homonym for wealth)
Children should stay up as late as possible on New Year’s Eve for it is believed that the later they stay up, the longer their parents will live.
Visit family (especially those older than yourself) and friends to pass on your wishes on good fortune for the New Year. (plus kids and single people will receive lai-see lucky red packets full of money.
Give two lai see to each child. Because happiness comes in two’s, do not just give one. This is your way of passing good luck to the next generation. Business owners also give lai see to employees and associates.

Don’ts:
Don’t wear white or black clothing, since they are the traditional colours of mourning.
Don’t buy new shoes for the first months of the New Year, because the sound of shoe in Chinese is „hai“. „Hai“ is similar to the sound of sighing, which Chinese believe is not a good way to start the year.
Don’t wash your hair for the first three days of the New Year, because the Chinese word for hair is a homonym for the Chinese word for wealth. Therefore, Chinese believe it isn’t a good thing to ‚wash away your wealth‘ right at the start of the New Year.
Floors may not be swept and garbage may not be disposed of on the first day of the New Year for fear of casting riches out the door.
Don’t break any dishes, otherwise you may incur more misfortune for the New Year. In the event of breaking a dish, quickly say „Peace for all time“, and the bad luck will be warded away.
Don’t greet people who are in mourning.
Don’t drop your chopsticks.
Don’t say the number ‚four‘ (Chinese homonym for death) or mention death.
Don’t borrow or lend money.

Mit dieser Vorbereitung gingen wir an das chinesische Neujahr in ein chinesisches Restaurant. Natürlich hatten wir etwas rotes an. Mein Ski-Schüler hatte nichts rotes an, als ich ihn darauf angesprochen hatte, meinte er: „äh das ist doch Quatsch, aber habe rote Schuhbändel, das reicht vollkommen aus.“

Wir wurden von der Familie inkl. Grosseltern, Cousins, Onkeln und Kindern sehr herzlich empfangen. Das Familienoberhaupt (der Vater, welcher bei uns im Unterricht ist) war als einziger in einer modern ausschauenden chinesischen Tracht gekleidet und brachte uns zu zwei runden Tischen. Dani und ich waren die einzigen Europäer im ganzen Restaurant und durften bei den Kindern am Tisch sitzen. Es gab sehr viel zu Essen. Das Essen wurde jeweils auf Platten serviert und man durfte sich bedienen. Die Kinder, welche bei uns im Skiunterricht teilnehmen, waren sehr freundlich, haben uns alles erklärt und die Bedeutung der einzelnen Speisen erläutert. Sie waren sehr zuvorkommend und haben immer gewartet bis wir die Speisen genommen haben, bevor sie sich selber die Speisen schöpften, da wir ihre Gäste waren. Bei den meisten Speisen meinte mein Ski-Schüler:“That’s weird food.“ 🙂 Gleichzeitig haben sie sich auf eine positive Art lustig über die eigene Kultur gemacht und die Mutter kritisiert als sie uns versuchte die Bedeutung des Königs-Krabben-Kopfs (King Crab) zu erklären und die Bedeutung zu wenig genau war. Neben der King Crab gab es Suppe, Poulet (natürlich mit dem Kopf dran), ein ganzer Fisch, Reis mit einer Art Kaviar, zwei verschiedene chinesische „Burritos“, ein anderer Fisch in einer Sauce eingelegt mit Algen und dann Dessert. Ich habe alles probiert und gegessen. Auch beim King Crab ass ich die Beine (bedeutet Glück), den Kopf (bedeutet Inteligenz) und den Körper (bedeutet Kraft). Dazu tranken wir zusammen mit den Eltern etwa eine Flasche chinesischer Schnapps (52%) und relativ viel Weiss- und Rotwein. Die KInder sagten uns, dass die Eltern am chinesischen Neujahr immer sehr betrunken sind. Wir versuchten mit div. Tricks weniger zu trinken – was uns nicht ganz gelungen ist. So haben wir zum Beispiel nur das halbe Glas geext, dann wurde uns einfach wieder nach geschenkt und wir durften von neuem anstossen. Am Tag danach im Skiunterricht meinte der Vater der Familie zu meinem Kollegen, dass die Europäer unheimlich viel trinken können und wir hätten nie aufgegeben. Naja, eigentlich sagten wir die ganze Zeit stopp.

Nach dem Essen haben alle unverheirateten von den verheirateten Familienmitgliedern rote Couverts mit Geldscheinen erhalten. Auch Dani und ich haben etwas erhalten, das war sehr nett. Der Tradition entsprechend durften wir das Geld die nächsten vier Tage nicht ausgeben und müssen es unter dem Kopfkissen aufbewahren. Danach haben wir noch den Rest des Rotweines (Bordeaux) in Shot Gläser abgefüllt und geext(!!!) – ich weiss nicht, ob dies üblich ist, aber dieser Akt hat meiner Weinseele irgendwie geschmerzt. Naja, weg war der Wein. Bevor wir das Restaurant verliessen, wurden sämtliche Essensresten eingepackt und mitgenommen. Auch wir durften eine Schale mit nach Hause nehmen.

Nun ging es in ein Shopping Center (zu Fuss), dort waren wir mehr oder weniger die einzigen Europäer. Einzig einige komische Politiker der konservativen und der liberalen Partei waren auch da (auf Mitgliedersuche 😉 ) und verteilten rote Couverts mit Schokolade. Die Eltern waren alle ziemlich betrunken, gingen in ein Kaffee und schauten den chinesischen Shows zu. Wir durften mit den Kindern shoppen gehen – Yeah!!!. Glücklicherweise gab es dort so viele Süssigkeiten Shops und Bubble Tea Stände, dass wir alles mögliche nach diesem grossartigen Dinner noch versuchten in uns reinstopften, um mehr oder weniger nüchtern zu wirken, was uns gelungen ist. Auch der Hangover am nächsten Tag wurde dadurch wohl verhindert. Die Kinder hatten ihren Plausch und wir assen unheimlich viele Glückskekse und andere spannende Süssigkeiten, was in diesem Moment das grösste war. Danach brachten wir die Kinder zurück zu den Eltern und wir verabschiedeten uns, da die Kids ins Bett mussten, um am nächsten Tag fit für den Skiunterricht zu sein…

Wir haben mit der Familie die E-Mail Adresse ausgetauscht und ich hoffe sehr, dass sie mal in die Schweiz in die Ferien kommen, damit wir uns revanchieren können für diesen unglaublich spannenden und guten Abend.

Hier einige Foto Impressionen:

 

1 person likes this post.

Vancouverites und unser Leben hier in Van

Als erstes möchte ich euch danken für die vielen Mails. Leider war ich nicht immer dazu gekommen alles sofort zu beantworten. Gebe mir aber steht’s Mühe. Mir hat auch Freude bereitet, dass es doch einige Personen gibt, welche ich zuvor gar nicht kannte, die ähnliche Pläne haben und einfach gefragt haben, wie das funktioniert. Zu diesem Thema werde ich in den nächsten Tagen einen separaten Blog Eintrag starten.

Nun sind wir schon bald zwei Monate hier in Vancouver am Arbeiten und das Leben am geniessen. An manchen Tagen ist die Arbeit strenger an andern weniger. Teilweise gibt es Tage an denen wir während 12 Stunden in Ski- und/oder Snowboardboots stehen, da hier das Night Skiing sehr beliebt ist und Cypress Mountain der grösste Nachtskiresort der ganzen Westküste ist. Unser Ski- und Snoboardbootsrekord beträgt von morgens um 8.00 Uhr bis Abends um 22.00 Uhr. Das machten wir aber freiwillig, weil wir nach 8h non Stop Unterricht unbedingt noch in ein Snowboard Park Training wollten 😉 Unsere Arbeitskollegen nennen Dani und mich „the troublesome two“, weil  sie uns immer verwechseln oder wir manchmal auch für Aufregung sorgen 😀 bzw. auch sagen, wenn etwas nicht ok ist, was hier geschätzt wird.

Unsere Freizeit verbringen wir meistens damit, dass wir in andern Skigebieten Snowboarden, Vancouver geniessen oder andere Städte besuchen gehen. So waren wir mit unserem Auto „Elenore“ schon in Mt. Baker (USA), Whistler, Seattle (USA) oder Crystal Mountain (USA). Im März werden wir dann in Kanada herum reisen. Unser Trip führt uns in die Rocky Mountains und beinhaltet grossartige Skiresorts wie Big White, Jasper, Banff, Lake Louise, Revelstoke, Fernie, Calgary, Panorama und viele mehr.


Größere Kartenansicht

Die Stadt Vancouver ist super, oder wie es der Nordamerikaner zu sagen pflegt „awesome“. Es gibt hier alles was man will. Der Ozean, die Natur, eine multikulturelle Grossstadt, welche trotzdem überschaubar bleibt, mit verschiedensten und sehr feinen Resti’s, vielen kulturellen Freizeitangeboten, wie Museen und Kinos, aber auch grossartige Sportangebote, die NHL-Spiele der Canucks sind hier speziell zu erwähnen, und die Partymöglichkeiten kommen nicht zu kurz. Auch die Menschen hier – die Vancouverites – sind sehr freundlich und offen: Wenn man lernen will, wie Smalltalk funktioniert, dann ist man hier sicher richtig. Ich glaube, ich war hier noch nie auf einem Sessellift und habe nicht mit irgendjemandem über irgendetwas gesprochen. Das selbe im Sea Bus oder in einem Pub beim Bier – da dürfte Herr und Frau Bünzli Schwiizer sich schon eine Scheibe davon abschneiden. Ich glaube ich behalte, dass fremde Menschen Ansprechen in der Schweiz bei, finde das irgendwie sympathisch.

Apropos Essen: Ja, ich komme wohl nach Hause und werde sicher keinen Burger mehr essen, weil ich hier zuviele Burger gegessen habe, wir waren aber auch schon beim klassischen Steak House, Mongolen, Iren und den Mexikaner hat uns die Bankangestellte – Frau McDonald, welche unser Konto verwaltet empfohlen. Sonst kochen wir meistens unsere eigenen Gourmet Menu’s. Einmal gingen wir noch zum Spanier Tapas essen, da wir zu wenig bestellt hatten und noch Hunger hatten, gingen am selben Abend zum Japaner eine Sushi Platte essen. Ich weiss dies ist schon ein wenig dekadent, aber es war nicht wirklich teuer und wenn wir schon einmal nicht selber kochen, war es toll gleich zwei Resti aus zu testen 🙂

Am 9. Februar sind wir von einer chinesischen Familie – meinen Stammkunden, welche jeden Sonntag Nachmittag 3h zu mir kommen, eingeladen um das chinesische Neujahr zu feiern. Die Kinder haben uns eine handgeschriebene Einladung mit Zeichnung mitgebracht. Darauf freue ich mich schon unglaublich. Ich glaube eine solche Chance eine andere Kultur kennenzulernen erhalten wir nicht so schnell wieder. Bin sehr gespannt wie das wird… Das Wochenende darauf haben wir Lawinen Sicherheits Training, eine Woche später gehen wir NHL schauen und dann starten wir auch schon bald unseren Road Trip und verlassen das schöne Vancouver, wir sind also immer ziemlich ausgebucht und unterwegs…

Aber am besten inspiriert ihr euch selber von den Bilder 🙂

Den Titel habe ich übrigens einfach so gewählt, weil mir nichts besseres eingefallen ist 🙂 und sich die Einheimischen hier so nennen.

Be the first to like.

Rückblick auf unsere ersten 2.5 Wochen

Wow, wir sind schon über zwei Wochen hier. Die Zeit verging bis anhin super schnell, fast schon zu schnell. Diese Woche war einiges los. Sogar soviel, dass wir gestern 8.5 stunden non-stop arbeiteten. Ich hatte mal kurz fünf Minuten Zeit ein Sandwich zu essen, aber sonst waren wir ziemlich ausgebucht. Dies hat seine Vor- und Nachteile. Mittlerweile haben wir uns in der Schneesportschule auch gut eingelebt, die meisten Vorgesetzten scheinen uns zu mögen, gehen auf unsere Ideen sowie Vorschläge ein und Dani und ich sind schon bekannt dafür, dass wir schon einige Requests nach unserer Person erhalten haben. Wer einen Request erhält verdient $ 19.- zusätzlich zum normalen Lohn (d.h. der Lohn verdoppelt sich). Daher geben wir uns immer besonders Mühe den Kunden ein besonderes Erlebnis beim Skifahren zu vermitteln, damit sie uns explizit nochmals buchen oder uns Trinkgeld geben, was ich übrigens sehr schätze. Heute morgen stand ich zum Beispiel herum. Habe mit einer Mutter angefangen zu sprechen und als sie mein Namensschild sah, sagte sie: „wow, you are from Switzerland!“ Ich kann ja nichts, dafür, dass ich aus der Schweiz komme, aber dies scheint in den Augen meiner Kunden wirklich das Land der Berge, der Uhren, der Schokolade, der Qualität, der besten Skilehrer und des Friedens zu sein. Und damit kann man sich relativ einfach ziemlich gut verkaufen. 🙂 Folglich gab ich ihr meine Karte und schon hatte ich einen Privatkurs inkl. Request verkauft. Es ist ja nicht so, dass ich des Geldes wegen her komme, trotzdem macht’s Spass für die gute Arbeit bzw. einem Lächeln belohnt zu werden.

Das Skigebiet am heutige Tag war wieder einaml super überfüllt mit vielen Touristen. Nach dem Privatkurs am morgen, hatte ich am Nachmittag 18 Kinder zwischen 5 und 8 Jahren zusammen mit drei andern Lehrern unterrichtet – sonst unterrichte ich meistens Erwachsene in Gruppen- oder Privatlektionen, meistens mit Kunden aus der ganzen Welt von sämtlichen Kontinenten in Englisch oder Französisch. Ich glaube es gibt keinen anderen härteren, verantwortungsvolleren und anstrengenderen Job als 18 Kindern aufs Mal, welche noch nie auf Skiern standen, das Skifahren bei zu bringen und ganz ehrlich ich habe schon einige Jobs gemacht, aber diesen auf einem überfüllten Kinderhügel war ziemlich tricky. Hauptsache war die Kinder hatten ihren Spass. Locker war es hingegen gestern, als ich einem sehr gesprächigen und super intelligenten 10 jährigen US-Mädchen, welches sein Franz verbessern möchte, zwei Lektionen Skifahren Privatkurs in Französisch geben konnte, so wie gestern – ihr könnt es glauben oder nicht, aber die 10jährige hat es voll durchgezogen und ganze zwei Stunden nur französisch mit mir gesprochen.

Heute um 16.00 Uhr nach der harten Arbeit mit den vielen Kinder ging es dann nochmals hoch auf den Berg (dann sind auch diese wunderbaren Fotos entstanden). Zusammen mit Lochie einem Australischen Skilehrer fuhren wir eine „Double Black“ Piste (unpräpariert mit einigen Bäumen, Buckeln und ziemlich steil) kurz bevor diese geschlossen wurde und prompt haben wir noch einen Touristen gefunden, welcher mehr oder weniger im Stämmbogen dort runter fahren wollte und ziemlich erschöpft im Schnee lag. Er nahm die Piste, weil er angeblich gesehen hat, wie ein Kind mit seinem Vater auch dort runter fuhr. Folglich haben wir ihm den ganzen weiten Weg geholfen, ihm seine Skis angezogen, einfache Wege gezeigt und als er heil unten ankam auch gleich unsere Visitenkarte in die Hand gedrückt, denn er soll ruhig wissen, wen er für den nächsten Privatkurs buchen soll ;-). Ich glaube er hatte ziemliches Glück uns zu treffen, sonst wäre er wohl noch jetzt da.

Im Moment diskutieren wir immer noch was wir an Silvester machen wollen. Homeparty oder Ausgang. Ich bin im Moment mehr für Ausgang. Es gibt so eine Pubtour zu den angesagtesten Clubs in Vancouver. Wir müssen nun einfach noch unsere Kollegen davon überzeugen. Gücklicherweise haben wir dann am 1.1. und 2.1. frei. Mal schauen, ob wir diese Fotos dann auch hochladen…

See you soon!

Be the first to like.

Christmas in Canada

Am 24.12.2012 haben wir den ganzen Tag gearbeitet und gingen daher erst um 5 Uhr Abends etwas einkaufen (ich weiss schon etwas banausisch). Auf jeden Fall kauften wir Lachs und Oliven für den Apéro. Dummerweise war der Rauchlachs aus einem Stück und sehr, sehr ölig, so dass wir uns kurzerhand entschlossen das Weihnachtsessen um zu stellen, es gab also Bruscettas mit einer Tomaten, Oliven, Parmesan Mischung (wow, die waren suuuper fein) als Vorspeise und Lachs Spaghettis zum Hauptgang. Nach dem improvisierten Essen waren wir so müde, dass wir schon um neun schlafen gingen. Das beste Weihnachtsgeschenk war, dass am 24.12. während einer 1/4 Stunde wieder einmal die Sonne schien (siehe Fotos – es war traumhaft).

Am 25.12. hatten wir frei und gingen, wie konnte es anders sein, snowboarden. Wow, das war ein super Tag, obwohl es permanent schneite, haben wir den vielen Pulverschnee so richtig genossen. Einige Pisten führen hier durch den Wald, es war super anspruchsvoll den grossen Tannen im Tiefschnee auszuweichen und hat enorm viel Spass gemacht. Nichtsdestotrotz ist der ganze Spass nicht ganz ungefährlich und es ist sehr wichtig, dass man sich an die wenigen Spielregeln hält. Einige Waldteile sind hier abgesperrt, diese zu betreten bzw. das Skigebiet zu verlassen kann lebensgefährlich sein. Letzte Woche hat jemand ausserhalb des Skigebiets zwei Nächte verbracht und diese Woche übernachtete auch jemand im Wald bzw. im Schnee, weil er nicht sofort gefunden werden konnte. Man kann von Glück sprechen, dass nicht mehr passierte und gem. den lokalen Medien beide wohl auf sind. Ihr müsst euch aber keine Sorgen machen, wir halten uns an die Spielregeln und wir werden uns täglich mindestens ein bis zwei Mal entweder im Morgen Meeting oder am Abend im Safety Training darauf aufmerksam gemacht, dass wir das Skigebiet wirklich nicht verlassen sollen.

Am Abend wollten wir mit einem Freund aus der Schneesportschule eigentlich in ein Steakhouse essen gehen, aber irgendwie hatte ganz Vancouver geschlossen. Ausser ein Irish Pub, folglich gingen wir dort Steaks essen 🙂 Unsere Weihnachten waren als nicht wie gewohnt in familiären Rahmen, was ich einwenig vermisste, aber trotzdem gemütlich, vor allem weil wir auch frei hatten. Heute chillten wir es so richtig und profitierten vom Fernsehprogramm in Kanada. Einen ganzen Tag „the big bang theory“ am Stück zu schauen war dann doch sehr anstrengend. Daher gingen wir am Abend noch einkaufen und Tee trinken. Jetzt stehe ich dann mal in die Küche und mache Toblerone-Mascarpone-Schoggi-Creme und Fajitas… Mal schauen was der Hauptgang wird 😉

Morgen heisst es dann wieder: Unterrichten. Ich hoffe, dass ich die kommende Woche wieder mehr zum Snowboarden komme und weniger Ski unterrichten muss, weil Snowboarden einfach cooler ist – sorry, liebe Pommes Frites Piloten. Der viele Schnee hier ist übrigens eher unüblich. Unser Chef hat gesagt, dass dies der absolute Rekord vor Weihnachten sei. Von dem her können wir uns glücklich schätzen in einem solchen Moment hier zu sein. Trotzdem wünsche ich mir einwenig mehr Sonne für die kommenden Tage.

Be the first to like.

Unsere ersten drei Arbeitstage

Nach dem wir Snowboard Trainings, Ski Trainings, Autokauf, Winterpneus, Snowboardkauf und alle administrativen Arbeiten erledigt hatten, wurden wir am Donnerstag erstmals auf unsere Kunden losgelassen. Es war ein eher ruhiger Tag, weil es noch mehr schneite als sonst (es gab etwa 1m Neuschnee). Folglich starten wir den Tag mit Schnee schaufeln. Damit der magic carbet (Förderband für die Kidies) auch funktioniert. Uff, das war sehr anstrengend, aber es hat Spass gemacht. Am Nachmittag wurde ich mit zwei Geschwister aus Japan belohnt, welche noch nie auf dem Snowboard standen. Nach zwei Stunden konnten sie schon die ersten Turns und waren super glücklich darüber. Ich war natürlich auch ein bisschen stolz auf mich, jemandem so schnell das Snowboarden beigebracht zu haben – und ganz ehrlich wirklich talentiert waren sie ja nicht ;-). Dann kamen wir in unsere Hütte zurück und erhielten auch schon den ersten Gehaltsscheck für all die Trainings der letzten Woche. Yeah, 14 Stunden Lohn für Snowboarden ist schon nicht schlecht.

Am Abend gingen wir dann in ein typisches kanadisches Pub und traffen dort ein paar Freunde aus Genf, welche zufälligerweise in Vancouver waren. Der Abend war lang, wir assen „classic putine“ und tranken ein paar Bier. Poutine ist eine in Kanada populäre Fast-Food-Spezialität. Sie besteht aus Pommes Frites und Käse, getränkt in Bratensauce.Der Käse ist traditionell Cheddar. Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie Pommes getränkt in Zwiebel-Braten Sauce mit Cheddar schmecken und stellt euch vor, ihr müsst davon einen ganzen Spaghetti Teller essen. Ja ich habs getan, in Zukunft verzichte ich darauf.

Poutine

Wegen den vielen Bier konnten wir auch mal ausschlafen und den Jet Leg austricksen. 😉 Am Freitag gingen dann noch die Winterpneu montieren und zum Wall Mart. Wall Mart ist ein super grosses Einkaufszentrum, leider verkaufen sie hier keine Waffen neben den Spaghetti, wie in den Staaten. Ich hätte davon gerne eine Foto gemacht. Schade. Wir gehen sicher mal noch nach Seattle, vielleicht gibt es dort Spaghetti und Revolver im selben Gestell.

Am Samstag starteten hier die Weihnachtsferien, ich durfte meine erste Lektion Ski unterrichten und habe eine coole Skifahrer Truppe erhalten. Vier Personen aus Kanada, Südafrika und den Staaten. Es hat Spass gemacht und sie standen am Ende des Tages doch einiges sicherer auf den Skis. Heute Morgen durfte ich „Explorer“ auf Ski unterrichten. Das sind jene Kunden, die schon einiges an Erfahrung mitbringen. Ich war ziemlich erstaunt, was man alles in zwei Stunden jemandem beibringen kann. Die dreier Gruppe bestehend aus einem jungen Ehepaar aus Irland und einer dreizehn jährigen Vancouverin war total begeistert. Die junge Dame aus Irland konnte es selber kaum fassen, wie sicher und gut sie nach zwei Stunden Ski Unterricht fährt. Irgendwie fühlen sich die Kunden hier mit einem Skilehrer einfach viel sicherer, so dass wir relativ anspruchsvolle Pisten fahren konnten. Das Ehepaar kommt nächste Woche wieder und als guter Verkäufer habe ich ihnen auch gleich meine Visitenkarte in die Hand gedrückt und sie gebeten mich nochmals für eine Privatlektion zu buchen. Wir erhalten für jeden wiederkehrenden Kunden, welcher uns persönlich verlangt, mehr als das doppelte an Lohn , von dem her lohnt es sich schon den Kunden möglichst gut zu betreuen – ah, wegen dem Lohn mache ich das hier übrigens nicht, trotzdem möchte ich hier eine gute Dienstleistung anbieten. Am Nachmittag standen dan die Never Ever Skiers auf dem Plan. Es hat mir super viel Spass gemacht, aber jemandem der noch nie auf Skis gestanden hat, das Skifahren beizubringen ist doch sehr anspruchsvoll. Immerhin den Stämmbogen behrrschen die meisten meiner vierer Gruppe bestehend aus einer Vancouverin, zwei Indern und einer Japanerin schon relativ gut. Für den Sessellift hats aber noch nicht gereicht. Heute Abend gehen wir wieder einmal aus und schauen nicht permanent unsere Lieblingsserien „How I met your mother“, „Big Bang Theorie“ oder „Two and a half men“.

danidomi

Wir ihr seht uns geht es gut, wir übernehmen uns bei arbeiten auch nicht wirklich. Meistens sind wir ab 9 Uhr auf der Piste und unterrichten 4h-6h Stunden, die restliche Zeit geniessen wir den Powder oder gehen in Trainings, um neue Übungen für unsere Kunden zu erlernen. Es hat jeden Tag frischen Powder und es schneit bis anhin jeden Tag. Heute gab es etwa 30 cm Neuschnee auf der Piste(!) und daher geniessen wir unheimlich. Total gab es dieses Jahr schon 6m Schnee auf mittlerer Höhe des Skigebiets. Es ist einfach der Hit. Scheinbar gab es noch nie soviel Schnee vor Weihnachten. Eis oder Steine gibt es hier keine. Dafür gaaaanz viel Powder!!! 😀

Ich wünsche euch allen wunderschöne Weihnachten. In der Schweiz ist ja schon der 24.12.2012.

Have a good one!

1 person likes this post.

Ski Training, Autokauf und Vancouver downtown

Gestern hatten wir unser erstes Ski Training. Dabei lernten wir das neue „Quick Ski System“ der CSIA kennen. Dies wird das erste Mal angewendet und unser Skigebiet ist so zu sagen der Pilot für den kanadischen Skiverband. Mit dem Quick Ski System sollten die Schüler relativ einfach und vor allem sehr bequem in sechs Schritten Skifahren lernen:

1. Sliding: Der Skilehrer zieht die Schüler an den Stöcken umher, damit diese die richtige Position auf den Ski einnehmen und lernen was es bedeutet, auf dem Schnee zu rutschen

2. Pflug im Stand: Hier lernen die Schüler im Stand den Pflug zu machen und die Bewegung von parallel zum Pflug.

3. Ziehen mit Pflug: Der Skilehrer – also ich – zieht alle Kinder/Jugendlichen/Erwachsenen im flachen Terrain um her, und diese machen den Pflug um den Schneewiderstand zu spüren. Loben nicht vergessen.

4. Sliden mit flach ausfahren und am Ende mit Pflug bremsen, um Schnee Widerstand selbständig zu erlernen und festigen. Das Beste: Der Skilehrer zieht alle Kinder hoch, damit sie nicht selber hochgehen müssen und genügend Power fürs Skifahren haben. Meistens beginnen die Kinder dann aber doch selbständig hoch zu gehen, sie werden dazu aber nicht aktiv animiert, denn dies ist Sache unserer Dienstleistung. Mal schauen, ob ich mehr als „Skilift“ oder doch eher als Trainer arbeite… Ich denke je nach Schüler wird es mehr das eine oder das andere sein.

5. Kurve mit Pflug zuerst in eine Richtung, dann in die andere Richtung mit dem Ziel „linked turns“ d.h. zusammenhängende Kurven. Ah, falls es immer noch Schüler gibt, die nicht hoch gehen, ziehe ich diese auch wieder den Hügel hinauf. Erst wenn alle Schüler zusammenhängende Kurven erlernt haben, gehts auf den Sessellift. Loben nicht vergessen.

6. „Normale“ Kurven gerutscht / gecarved

Beim Snowboarden haben wir es leichter: Hier gehen wir schon nach dem ersten Rutschen auf den Lift und der Lehrer muss niemanden hoch ziehen. Ich weiss daher ziemlich genau, warum ich der beste Snowboardlehrer von ganz Kanada sein möchte 😉

Zum Wetter: Es schneit und schneit und schneit und schneit, mittlerweile schneit es auch unten in Vancouver, heute hat es auf Meereshöhe etwa 20 cm gegeben. Im Verlauf der letzten Woche gab es im Skigebiet auf mittlerer Höhe total etwa 2m. Um die eine Piste (Top Gun) zu öffnen, fehlen aber noch ca. 2m. Diese wird erst geöffnet, wenn alle Bäume bis zur Spitze (!) eingeschneit sind 🙂 Ich freue mich schon riesig darauf. Den Rest vom gestrigen Tagen haben wir in downtown verbracht, die Stadt angeschaut und Autohändler besucht.

Heute, starteten wir den Tag mit einem kleinen Work out: Liegestütz und Rumpfbeugen standen auf dem Programm. Wir haben uns vorgenommen dies täglich zu machen, dann kommen wir mit einem sexy Waschbrettbauch nachhause 😉 Unsere freie Zeit haben wir genutzt, um ein Auto zu kaufen. Dies war lustig. Wir hatten mit mehr als sechs verschiedenen Händlern Kontakt und mussten dazu immer den Bus in die Pampa nehmen. Einem Händler mussten wir sogar noch erklären was Winter Reifen sind. Seine Autos waren besonders billig und er hat viele Freunde, welche sogar gebrauchte (?) Winterreifen verkaufen. Von ihm haben wir glücklicherweise kein Auto gekauft, da keines seiner Autos wirklich in fahrtüchtigem Zustand war. Eines hatte etwa 5 l Wasser auf der vordern Beinablage, ein anderes hatte einen Platten, beim Dritten hatte die Frontscheibe einen Riss, ein Jeep brauchte etwa 25 l pro 100km und alle andern entsprachen nicht unseren Wünschen und deren Pneus waren sehr spröde.

Die andern Händler waren glücklicherweise seriöser und haben uns auch sehr fair behandelt. Es war cool mit denen zu feilschen und dealen. Schlussendlich konnten wir ein Auto 1000 Dollar (ca. 20%) günstiger kaufen als im Internet ausgeschrieben, weil sich der Händler im Einkaufspreis bzw. im Wagen irrte. Er hat sich ziemlich genervt, aber schlussendlich hatte er wahrscheinlich schon noch etwas daran verdient und wir haben ein gutes Auto (Subaru Kombi für unsere Ski- und Snowboards) mit Allrad (um in den Bergen herum zu reisen) mit verhältnismässig eher wenig Verbrauch und bestandenem „air care test“. Das Auto ist für unseren Zweck genau das, was wir benötigen. Unsere Snowboard Schule hat sogar eine Facebook Seite für Car Sharing eingerichtet, das heisst, wir werden immer mit einem vollen Auto in die Berge hinauf fahren und können so auch den CO2-Auststoss pro Kopf reduzieren und gleichzeitig das Benzin durch die Anzahl Mitfahrenden teilen. Ich verspreche euch aber, dass ich zu Hause dann ein Jahr lang kein Auto fahre (ausser ich müsste zur Ikea), dann habe ich das ausgestossene CO2 zum durchschnittlichen Schweizer wieder kompensiert.

Morgen beginnt unser erster richtiger Arbeitstag hier in Kanada. Ich freue mich wirklich. Unser Tag startet um 8.30 Uhr und dauert bis 17.00 Uhr. Wir müssen uns voraussichtlich alle 2h beim Supervisor melden und er gibt uns Arbeit oder eben nicht. Wenn nicht, dann sind sicher 4h bezahlt.

So das wär’s für heute. Ich gehe mal was kochen… Pasta mit Carbonara Sauce und Salat *hmmm*.

Hier die Impressionen der letzten Tage… See ya soon!

 

Be the first to like.