Abstimmungen vom 12. Februar 2017

Eidgenössische Vorlagen:

JA zur Unternehmenssteuerreform III

JA zur erleichterten Einbürgerung der 3. Generation

JA zum NAF

Kantonale Vorlagen:

NEIN zur Aargauischen Volksinitiative „Ja zu einer guten Bildung – Nein zum Lehrplan 21“ vom 2. Juni 2015

NEIN zur Aargauischen Volksinitiative „Arbeit und Weiterbildung für alle!“ vom 11. Juni 2012

NEIN zur Aargauischen Volksinitiative „Chancen für Kinder – Zusammen gegen Familienarmut“ vom 23. Dezember 2009

JA zum Gesetz über den Ausgleich der Aufgabenverschiebungsbilanz sowie über die Übergangsbeiträge (AVBiG) vom 1. März 2016

JA zum Gesetz über den Finanzausgleich zwischen den Gemeinden (Finanzausgleichsgesetz, FiAG) vom 1. März 2016

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Mein erstes Mal

Meine erste Grossratssitzung

An gewisse Dinge im Leben wird man sich bestimmt immer erinnern. Es sind häufig Momente, die man zum ersten Mal im Leben macht: der erste Schultag, der erste Arbeitstag oder der erste Uni-Tag. Der 10. Januar 2017 wird für mich als ein solcher Tag in Erinnerung bleiben. Denn am Dienstag wurde ich zum ersten Mal als Grossrat des Kantons Aargau vereidigt.

Nun aber von vorne: Als Erstes wurden wir nämlich in die Kirche zu einer ökumenischen Besinnung eingeladen. Als ich diese Einladung erhalten hatte, fragte ich mich zynisch, ob die gewählten Grossräte Beichte ablegen müssen, weil sie unmögliche Wahlversprechen abgegeben hatten. Danach kam auch etwas Skepsis auf. Staat und Kirche sind doch getrennt? Weiter fragte ich mich: Wenn man schon eine ökumenische Besinnung macht, warum lädt man nicht jemand von einer anderen Glaubensgemeinschaft als nur reformierte, christkatholische und katholische Pfarrer ein? Zum Beispiel einen jüdischen Rabbi und einen muslimischen Imam. Das wäre doch mal ein starkes Zeichen für ein gemeinsames friedliches Zusammenleben gewesen.

Trotzdem bin ich zur Kirche gegangen, so hatte ich die Möglichkeit, einen Teil meiner neuen Ratskollegen bereits kennenzulernen. Die Besinnung war erfrischend geführt und es wurde immerhin für Anders- sowie Nichtgläubige gebetet. Die drei Pfarrer haben ihre Sache gut gemacht. Sie haben auf offene Türen im Leben hingewiesen, erklärt, dass man die wichtigen Türen im Leben selber öffnen muss, und uns symbolisch einen Schlüssel überreicht, welcher uns helfen soll, gewisse Türen zu öffnen. Auch wurde darauf hingewiesen, dass wir unsere eigenen Türen nicht verschliessen sollen. Das empfinde ich als ein schönes Sinnbild für eine offene, freiheitsliebende und eigenverantwortliche Gesellschaft.

Danach ging es durch das Schneegestöber weiter zum Grossratsgebäude. Herbert Scholl, der Amtsälteste, hielt eine Eröffnungsrede. Wir Ratsmitglieder wurden von ihm an unsere Aufgaben und Pflichten erinnert und durften dann das Gelöbnis gemeinsam mit den Worten «Ich gelobe es» abgeben. Wir gelobten, «als Mitglied des Grossen Rates meine Verantwortung gegenüber Mensch, Gemeinschaft und Umwelt wahrzunehmen, die Wohlfahrt des Kantons Aargau und der Schweizerischen Eidgenossenschaft zu fördern und der Verfassung und den Gesetzen gemäss nach bestem Wissen und Gewissen zu handeln».

Weiter wurden die Kommissionsgrösse festgelegt und die Kommissionsmitglieder gewählt. Ich wurde dabei in die BKS-Kommission (Bildung, Kultur und Sport) gewählt. Ferner haben wir noch das Grossratspräsidium gewählt und wie üblich gab es dann einen Apéro. Die Stimmung war gut, ich konnte viele gute Gespräche führen und meine Ratskollegen besser kennenlernen. Insgesamt betrachte ich dieses «erste Mal» als gelungen und werde es in guter Erinnerung behalten. Ich freue mich auf die kommende Zeit und werde mein Bestes für einen zukunftsorientierten und nachhaltigen Kanton Aargau geben! Ich bin nach wie vor zuversichtlich, etwas im Kanton bewegen zu können, und hoffe, dass ich in vier Jahren wieder in die Kirche darf – natürlich ohne Beichte ablegen zu müssen.

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Meine Abstimmungsempfehlung für den 27. November 2017

Nationale Abstimmung:

Ja – zur Volksinitiative vom 16. November 2012 „Für den geordneten Ausstieg aus der Atomenergie (Atomausstiegsinitiative)“

Unsere AKW’s sind die ältesten der Welt. Wir haben nun die Wahl zwischen einer Investition in eine veraltete Technologie oder einer Investition in die Zukunft und erneuerbare Energie.

Wir können den Franken nicht doppelt ausgeben und deshalb lohnt es sich heute die Laufzeit zu beschränken und damit einen grossen Schritt in eine Zukunft mit erneuerbarer Energie zu machen. Auch wenn das bedeutet, dass wir anfänglich etwas mehr Strom aus dem Ausland importieren, als wir dies heute schon tun.

Hier die Argumente der Gegner locker und flockig auseinander genommen:
1. Dreckig: Wir importieren sauberen zertifizierten Strom. In Süddeutschland gibt es keine Kohlenkraftwerke, also auch physikalisch gesehen erhalten wir sauberen Strom.
2. Chaotisch: Das Licht wird uns nicht ausgehen! Wir leben nicht in einer Planwirtschaft! Im Moment laufen massiv weniger AKWs als bald abgeschaltet werden sollen. Weiter hat es auf der KEV Warteliste Strom für mehr als 3 AKWs! Wir müssten also nur mal endlich diese Projekte umsetzen.
3. Teuer: Ist es denn günstiger, die AKWs weiterhin massiv zu subventionieren? 100te von Millionen in eine veraltete und gefährliche Technik zustecken, welche niemand weiss, wie man den Müll entsorgen will? Anstatt dass man dieses Geld nimmt und in erneuerbare Energie und Energieeffizienz investiert. Würden AKW Betreiber eine Versicherung und die Entsorgung bezahlen, könnte sich niemand AKW-Strom leisten. Deshalb stört es auch niemand, dass keine neuen AKW’s mehr gebaut werden dürfen.
4. Überflüssig: Stimmt nicht, den Artikel im Gesetz, wo sagt, der Ausstieg sei beschlossen, musst du mir zeigen! Im Gegenteil es wurde eine Art unendliche Laufzeit beschlossen.

Kantonale Abstimmungen und Wahlen:

Maya Bally in den Regierungsrat

siehe auch http://www.dominikpeter.ch/?p=1551

Kantonale Sparmassnahmen:

NEIN – zur Sparmassnahme Abschaffung Berufswahljahr

Es ist der falsch, bei der Bildung zu sparen. Das Berufswahljahr ist eine Sonderform im letzten Schuljahr (9. Klasse) der Oberstufe. Es wurde vor 40 Jahren eingeführt, um Schüler zur Berufswahlreife zu führen. Die genannte Massnahme war bereits Bestandteil der Leistungsanalyse im 2015, welche vom Volk bereits verworfen wurde. Auch wenn nur wenige dieses Angebot nutzen, ist es ein effizientes und gutes Angebot diesen Jugendlichen zu helfen.

JA  – zur Sparmassnahme Begrenzung des Pendlerabzugs auf Fr. 7’000.- (Steuergesetz)

Wer mehr als Fr. 7’000.- für seinen Arbeitsweg ausgibt, wohnt am falschen Ort. Weite Arbeitswege verursachen viel Stau, CO2 und Kosten für die Allgemeinheit. Dies soll nicht noch steuerlich begünstigt werden. Meiner Meinung nach könnte man diesen Pendlerabzug auch noch weiter runter setzen. Immerhin spart der Aargau durch diese Massnahmen 10 Mio. Franken.

Nein – zur Sparmassnahme Erhöhung Vermögensverzehr EL bei IV

Mit dieser Massnahme soll der Vermögenverzehr bei IV-Rentnerinnen und IV-Rentnern im Heim von einem Fünfzehntel auf einen Fünftel angehoben werden. Das Bundesgesetz ermächtigt die Kantone, bei Personen mit Anspruch auf eine Invalidenrente höchstens einen Fünftel des Reinvermögens als Einnahmen anzurechnen, soweit dieses bei alleinstehenden Personen Fr. 37’500.- und bei Ehepaaren Fr. 60’000.- übersteigt. Bei der Mehrheit der Kantone beträgt der Vermögensverzehr einen Fünfzehntel. Zehn Kantone haben einen höheren Vermögenverzehr festgelegt, davon sechs bei einem Fünftel. Die Anpassung betrifft rund 3 % der 16’000 IV-Rentnerinnen und IV-Rentner im Kanton Aargau.

Ich finde es richtig, wer Vermögen hat, muss einen Beitrag für seinen Heimaufenthalt mittragen, auch wenn er für diesen nicht verantwortlich ist. Der Aargau geht nun ans Maximum. Dies weil in den letzten Jahren Steuergeschenke gemacht wurden. Von diesen Geschenken haben sicher nicht IV-Rentner profitiert. Würde man diese nun bestrafen, spart man hier am falschen Ort.

NEIN – zur Sparmassnahme Gewässerrevitalisierung (Wassernutzungsgesetz)

Durch diese Massnahme sparen wir kein Geld ein. Wir nehmen uns aber die Möglichkeit Gewässer ernsthaft und fristgerecht zu revitalisieren.

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Maya Bally in den Regierungsrat

maya-bally-inseratKurz vorne weg: Es ist eine Schande für uns alle, dass wir im Jahr 2016 nur eine Frau in den Regierungsrat wählen werden – und das sage ich als 30 jähriger Mann. Nach 700 Jahren Demokratie gibt es immerhin seit 1971 das Frauenstimmrecht im Aargau – darf Man(n) da wirklich von 700 Jahre „Demokratie“ sprechen? Ich glaube, unser Land hat sich weiterentwickelt und wird sich auch in Zukunft weiterentwickeln. Wenn heute nur eine Frau gewählt werden soll, dann soll es immerhin eine Fähige sein.
Maya Bally bringt als einzige der Kandidatinnen die nötige Kompetenz für dieses herausfordernde Amt mit. Sie hat am meisten Führungserfahrung und in den letzten Jahren die notwendige politische Erfahrung gesammelt, um den verschiedenen Anspruchsgruppen gerecht zu werden. Dank der Kandidatur von Maya Bally haben wir eine breitabgestützte und kompetente Kandidatin, welche unseren Kanton tatkräftig weiterbringen wird. Als Regierungsrätin ist Fach- und Führungskompetenz deutlich wichtiger als das Parteibüchlein. Deshalb wähle ich Maya Bally, auch in der Hoffnung, dass Sie sich als starke Frau für einen Vaterschaftsurlaub einsetzt, um Anreize zu schaffen, dass wir in Zukunft mehr Frauen in der Regierung haben werden – ohne Quoten und Zwang von links oder rechts aussen.

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Danke für die grossartige Unterstützung!

Liebe Freunde, liebe Wählerinnen und Wähler

danke

Ich danke für das Vertrauen, das ihr mir geschenkt habt. Ich werde mein Bestes geben für unsere Region und den Kanton Aargau, und freue mich auf eine konstruktive Zusammenarbeit über die Parteigrenzen hinaus. Denn nur gemeinsam werden wir den Aargau vorwärts bringen!

Bremgarten hat damit wieder einen Grossrat!

Es freut mich, das unsere Bezirkshauptstadt mit einer Stimme wieder im Grossen Rat vertreten ist und ich derjenige sein darf, der diese Stadt im Grossen Rat vertreten darf. Ich bin gespannt, was alles auf mich zukommen wird. Sie können dann in vier Jahren entscheiden, ob ich meine Wahlversprechen eingehalten habe:

  • Vollen Einsatz, auch für Ihre lokalen und regionalen Interessen
  • Gewissenhafte und professionelle politische Arbeit
  • Beste Vernetzung über Ideologien und Parteifarben hinaus
  • Aktiven Einsatz für die Umwelt und die Wirtschaft
  • Konsequente Orientierung an der Zukunft

Gerne stehe ich der ganzen Bevölkerung für Inputs, Ideen, konstruktive Kritik, Vorträge oder Workshops zu Verfügung.

Beste Grüsse

Dominik Peter

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Foto: Lis Glavas, BBA
http://bremgarterbezirksanzeiger.ch/2016/10/dominik-peter-verteidigt-glp-sitz.html

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Wahlfeier und einige Gedanken kurz vor dem Wahltag

Liebe Freunde

Ich danke euch herzlich für all die positiven Gedanken, den Mut den ihr mir gemacht habt, die vielen Stimmen, welche mir versprochen wurden, die Leserbriefe, die geschrieben wurden, und die vielen schönen Worte, die mir zugetragen wurden. Ich muss sagen, ich bin etwas nervös und meeega gespannt für den kommenden Sonntag. Nicht wegen des Geldes, das wir ausgegeben haben, sondern weil sich hier viele junge Menschen zusammen getan haben, etwas bewegen wollen und die Chance dazu haben.

Wahlen allein machen aber noch keine Demokratie

Alle, welche noch nicht gewählt haben, tut dies bitte noch… Meistens sind es nur wenige Stimmen, welche über „sein oder nicht sein“ entscheiden. Vielleicht ist es genau deine Stimme, welche den Unterschied macht!?! Nütz die Chance und wirf dein Wahlcouvert noch in den nächsten Gemeinde Briefkasten (direkt!).

Aufräumen gehört dazu

Unsere Plakate nehmen wir teilweise schon am Samstag runter. Damit strecken wir keines Wegs die „Waffen“. Wir möchten damit vor dem Wahltermin zeigen, dass es uns wichtig ist, die Strassen wieder frei zu kriegen und uns Umweltschutz wichtig ist. Am Sonntag Morgen sowie die kommende Woche werden wir ebenfalls mit mehreren Teams die Kandelaberplakate entsorgen.

Wir wollen feiern!

Damit wir was zu feiern haben, musst du uns natürlich zu erst wählen. Danach werden wir am kommenden Sonntag, 23.Oktober 2016 hoffentlich etwas zu feiern haben. Ihr seid herzlich zur Wahlfeier eingeladen ab 15:30 Uhr mit Apéro im Boiler Club, Rathausgasse 18, 5000 Aarau.

Ich danke allen, die die Liste 6 und mich gewählt haben oder dies noch tun werden, von ganzem Herzen.

Ich freue mich auf Sonntag und hoffe, dass wir effektiv etwas zu feiern haben!

Dominik

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Mein Wahlkampf Flyer kurz erklärt

flyerfront1Ich habe Berge als Teil meiner Kampagne gewählt, weil ich die Ruhe und Massivität der Berge liebe. Berge stehen für mich für Kontinuität, Kraft und Erfahrung. In den Bergen erhole ich mich und gewinne die Kraft für den Alltag. Ich bin ein begeisterter Wintersportler und gehe deshalb verantwortungsvoll mit der Natur um.

Der Slogan „Zukunft als Chance“ ergibt sich daraus, dass ich der Meinung bin, dass wir im Moment in einer enorm spannenden und wichtigen Zeit leben. Wir können heute die Weichen stellen für eine positive Zukunft voller Chancen für unser Land und die kommenden Generationen! Nützen wir diese Chance. 

Was Sie von mir erwarten dürfen:

  • Vollen Einsatz, auch für Ihre lokalen und regionalen Interessen
  • Gewissenhafte und professionelle politische Arbeit
  • Beste Vernetzung über Ideologien und Parteifarben hinaus
  • Aktiven Einsatz für die Umwelt und die Wirtschaft
  • Konsequente Orientierung an der Zukunft
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Meine Abstimmungsempfehlung für den 25. September 2016

Ja – zur Volksinitiative „Für eine nachhaltige und ressourceneffiziente Wirtschaft (Grüne Wirtschaft)“

Wir dürfen nicht mehr Ressourcen verbrauchen, als es auf der Erde gibt. Heute machen wir das trotzdem auf Kosten kommender Generationen! Die Initiative ist richtig, weil die Schweiz so wieder Innovationsstandort Nummer 1 für Ressourceneffizienz, Recycling und erneuerbare Energie werden kann und gerade deshalb die Wirtschaft davon profitieren wird.

Nein – zur Volksinitiative „AHVplus: für eine starke AHV“

Die steigende Lebenserwartung und die tieferen Renditen bringen Mehrkosten mit sich, denen unser Vorsorgesystem ohne Anpassungen nicht gewachsen ist. Nun will die AHVplus-Initiative alle Renten um 10% erhöhen – und würde die Probleme sogar noch verschärfen. Wir brauchen gemeinsame Lösungen aller Generationen statt Rentengeschenke, die in Zukunft nicht mehr finanzierbar sind. Mit der Initiative wird den Falschen geholfen und das Finanzierungsproblem verschärft.

Ja – zum Bundesgesetz über den Nachrichtendienst (NDG)

Kernaufgabe des Nachrichtendienstes des Bundes (NDB) ist es, sicherheitspolitische Informationen zu beschaffen, diese auszuwerten und an den Bundesrat, die Bundesanwaltschaft und die Polizei weiterzuleiten. Mit dem heutigen Gesetz kann der NDB seine Aufgaben nicht mehr ausreichend erfüllen. Er muss die technischen Möglichkeiten nutzen können. Das NDG regelt wie er diese nutzen kann.

Lokale Wahlen in Bremgarten:

Einwohnerfinanzkommission: Stephan Schertenleib

Friedensrichterwahlen: Hier wähle ich die eine Frau sowie die beiden Männer aus Bremgarten

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Die GLP Freiamt präsentiert ihre Kandidaten im Bezirk Bremgarten

 

Die Grünliberalen wollen im Bezirk Bremgarten ihren Sitz im Grossen Rat verteidigen. Mit vielen neuen, aber auch alten bekannten Gesichtern treten sie an. Sandra Lehmann – die bisherige Grossrätin – wird nicht mehr antreten. Sie befindet sich zurzeit geschäftlich im Ausland. Das Geschäft ist auch der ausschlaggebende Grund, dass sie von ihrem Amt, welches sie gerne ausgeübt hat, schon nach knapp drei Jahren zurücktritt. Als Architektin ist sie beruflich enorm engagiert und es bleibt ihr kaum Zeit für ihre Familie und ihre Hobbies. Sie möchte deshalb etwas kürzertreten. „Ich habe mir das gut überlegt und einige Gespräche innerhalb meiner Familie und mit Freunden geführt. Mein Kopf, mein Bauch und mein Herz meinen es ist richtig so.“ Sandra Lehmann wird jedoch nicht ganz von der politischen Bühne verschwinden, sie bleibt der glp Freiamt als Vorstandsmitglied erhalten.

Bei den Grünliberalen ist man trotzdem positiv gestimmt: „Natürlich ist es schade, dass wir nicht mit einer engagierten, bekannten und bisherigen Kandidatin wie Sandra Lehmann antreten können. Wir haben jedoch eine Liste mit viel Potential und jungen Leuten, die der Zukunft positiv entgegen schauen und wissen, dass sie mit einem guten Wahlkampf ein solides Resultat erzielen können.“, erklärt Urs Schuppisser, Präsident der glp Freiamt. „Auch haben wir auf fragwürdige „politische Bubentrickli“ verzichtet und Sandra Lehmann nicht ein halbes Jahr vor den Wahlen ausgetauscht. Die Wähler haben damit eine echte Wahl und all unsere Kandidaten eine echte Chance. Damit verhalten wir uns glaubwürdig. Wir glauben an uns und unsere Ideen.“

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Dominik Peter, einer der Spitzenkandidaten und Vorstandsmitglied, erklärt weiter: „Wir sind wohl die Partei mit dem tiefsten Altersdurchschnitt. Das spiegelt die Ausrichtung unserer Partei auf eine nachhaltige Gestaltung unserer Zukunft. Der Interessehorizont unserer Kandidaten geht nicht nur bis zu deren Nasenspitze und auch die Zukunft unserer Partei ist gesichert. Indem dass Sandra Lehmann nicht mehr antritt, können wir den Jungen auch eine echte Chance bieten, in ein politisches Amt gewählt zu werden und unser politisches Umfeld ernsthaft mitzugestalten. Ich denke, im Moment passt das junge Image auch zu uns, weil wir uns sehr stark mit Generationenfragen in Zusammenhang mit der AHV auseinandersetzen. Glauben Sie mir, keiner der Jungen glaubt, dass er tatsächlich mit 65 pensioniert wird und genau das wollen wir auch niemandem vorlügen. Wir wollen Lösungen, die funktionieren. Wir wollen, dass ältere Arbeitnehmer attraktiv bleiben und unsere AHV finanzierbar bleibt. Damit ist auch klar, dass Scheinlösungen à la AHV plus für uns nicht in Frage kommen.“

Annetta Schuppisser meint: „Mein Motto lautet „Wir sind jung und brauchen die Zukunft!“, damit kann ich mich identifizieren und ebenso viele meiner Freunde. Mit Zukunft meine ich nicht nur die Umwelt, sondern ebenso Jobs, eine funktionierende Wirtschaft und vor allem eine Intakte Gesellschaft – genau für das steht die glp ein.“

Die Grünliberalen sind überzeugt, dass sie eine gute Liste mit Persönlichkeiten aus der Region präsentieren, welche es alle verdient haben, in den Grossen Rat gewählt zu werden. Als Schwerpunktthemen haben sie gewählt:

– Gesunde Finanzen für unsere Nachkommen
– Gleichstellung aller Lebensmodelle
– Liberale Wirtschaftsordnung bewahren
– Vereinbarkeit von Familie und Beruf
– Forschungsstandort Schweiz stärken
– Atomausstieg und Klimaschutz sichern

Sandra Lehmann wird zu einem späteren Zeitpunkt gebührlich verabschiedet.

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Elektrotankstellen für Bremgarten

Anfrage der GLP vom 10. Juni 2016 bei der Stadt Bremgarten
betreffend öffentlich zugänglichen Schnellladestationen für Elektrofahrzeuge

Mit der Stärkung der Elektromobilität können mehrere Ziele erreicht werden: Elektroautos sind leiser als Autos mit Verbrennungsmotor, die Schadstoff- und CO2-Emissionen bei der Fahrt entfallen vollständig, und die deutlich höhere Effizienz von Elektroantrieben senkt den gesamten Energieverbrauch des Strassenverkehrs. Ausserdem wären Elektrofahrzeuge für die meisten Nutzer selbst bei tiefen Benzinpreisen bei Vollkostenrechnung günstiger.

Der Individualverkehr ist in der Region Bremgarten trotz starkem ÖV-Netz ein wichtiger Pfeiler der Mobilität. Das stark wachsende Angebot an Elektro- und Plugin-Hybrid-Modellen bei allen Autobauern zeigt, dass die Elektromobilität aus Sicht der Automobilindustrie die Zukunft ist.

Unter dem Gesichtspunkt, dass eine sinnvolle Nutzung dieser zukunftsträchtigen Technologie im Interesse der Umwelt und der Lebensqualität aller nur mit einem verlässlichen Netz an Schnellladestationen auf Stadtgebiet möglich ist, wird der Stadtrat gebeten, folgende Fragen zu beantworten:

1) Welche Bemühungen hat der Stadtrat zur Förderung der Elektromobilität im Allgemeinen bereits unternommen, resp. plant er, zu unternehmen?

2) In Bremgarten gibt es gemäss LEMnet erst 2 öffentlich zugängliche Stromtankstellen (beim Restaurat Waldheim 1x CH T13 (10A) und beim Bahnhof Bremgarten 1x CH T23 (16A), 2x CEE 230V/16A (16A)). Welche Möglichkeiten sieht der Stadtrat, die Verfügbarkeit von öffentlich zugänglichen Stromtankstellen in Bremgarten zu erhöhen?

3) Welche Standorte kommen für den Stadtrat prioritär in Frage und in welchem Zeitraum könnte ein signifikanter Ausbau des verfügbaren Netzes an Stromtankstellen realisiert werden?

4) Wie sind die möglichen Fördermassnahmen hinsichtlich Effektivität (Senkung der Schadstoff-, CO2- und Lärmemissionen) und Kostenneutralität zu beurteilen?

5) Inwiefern sieht der Stadtrat die Förderung der Elektromobilität als Chance, die Vorbildfunktion der Stadt Bremgarten als Bezirkshauptort zu stärken?

Anregungen der GLP

Die Stadt Bremgarten könnte Anreize oder Verpflichtungen (z.B. via Ersatzabgabe) schaffen, um Einkaufszentren und Betreiber von Parkierungsanlagen dazu zu bewegen, eine gewisse Anzahl Parkplätze für öffentliches und evtl. entgeltliches Laden an Schnellladestationen zu reservieren. Insbesondere grössere Parkierungsanlagen z.B. ab 20 Parkplätzen sollten angestrebt werden (Coop, Migros, Denner, Parkhaus Obertor AG, BDB sowie Casino Parkplatz etc.).

Wer die Ladestationen zur Verfügung stellt (z.B. Betreiber individuell, ein koordiniertes Beschaffungsprojekt der Stadt, oder eine Public-Private-Partnerschaft) wäre noch zu bestimmen.

Empfehlungen zu den optimalen technischen Eigenschaften der Ladestationen hat das Bundesamt für Strassen in einem Merkblatt im April 2014 veröffentlicht: http://www.astra.admin.ch/themen/05534/06963/index.html

Auch Ladestationen für E-Velos könnten gefördert werden, da E-Velos für viele Menschen eine alltagstaugliche Alternative für das Auto sind, um in die Stadt zu fahren, insbesondere nachdem verschiedenste Radwege in Richtung Bremgarten ausgebaut werden und wurden (Künten – Eggenwil / Wohlen – Bremgarten).

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